Evingsen, Springen: Arbeiten dauern länger als erwartet

Vieles hängt vom Wetter ab

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Und wieder einer: Auch dieser Hausanschluss Im Springen muss erneuert werden.

Altena - Die Bauarbeiten im Springen dauern länger als geplant. Jörg Michutta vom Abwasserwerk kann verstehen, dass den Anwohnern das nicht gefällt. „Das ist aber auch eine extrem schwierige Baustelle“ – mit diesen Worten bittet er um Verständnis.

Drei Faktoren zogen die Sache in die Länge. Da ist zum einen die Baufirma: Sie sei vertraglich verpflichtet, stets zwei Bautrupps vor Ort zu haben – „das hat aber nicht immer so gut geklappt“, sagt Michutta. Problem Nummer zwei: Die Telekom. Obwohl die im Vorfeld informiert gewesen sei, sei ihr erst nach der Beginn der Arbeiten eingefallen, dass auch sie dort Leitungen verlegen will. Drittens schließlich hätte sich während der Bauarbeiten herausgestellt, dass wesentlich mehr Hausanschlüsse erneuert werden mussten als gedacht. Michutta: „Das sieht man eben oft erst dann, wenn die Straße offen ist“. „Offen“ ist die Straße gerade in der Einmündung Im Springen/Ebbergstraße/In der Husstadt.

Ein Blick in die Baugrube bringt an den Tag, dass dort jede Menge Leitungen liegen: Zwei Kanäle münden in ein Schachtbauwerk, Enervie ist mit zwei Stromkabeln vertreten und die Telekom mit einer Datenleitung. Die Gasleitung wird auch erneuert und Wasserleitungen gibt es gleich zwei – eine der Stadtwerke und eine der Springer Wassergenossen. Wo welche Leitungen liegt, sei in solchen Fällen oft unbekannt, sagt Michutta: „Das wurde damals nicht immer so ganz genau dokumentiert“. Erschwert wird die Arbeit dadurch, dass es gerade in diesem Einmündungsbereich sehr eng ist – man kommt schon zu Fuß kaum durch, Autofahrer müssen mehr oder weniger lange Wartezeiten in Kauf nehmen, weil die Baumaschinen ihnen erst Platz machen müssen. Das und natürlich auch der Dreck nervt natürlich. Trotzdem wird Michutta freundlich gegrüßt, wenn er („mindestens einmal in der Woche“) auf der Baustelle nach dem Rechten sieht. Evingsens Ortsvorsteher Thomas Schmitz berichtet allerdings, dass er anfangs mehrfach Bürgerbeschwerden habe entgegennehmen müssen: „Da ging es eine Zeit lang einfach nicht so richtig voran“.

Anwohner-Kommunikation

Er habe auch den Eindruck gehabt, dass die Kommunikation mit den Anwohnern in dieser Phase nicht richtig gut funktioniert habe. Die Baustelle wandert jetzt noch knapp 100 Meter in die Ebbergstraße hinein, weil auch dort der Mischwasserkanal erneuert werden muss. Das soll Ende Oktober soweit abgeschlossen sein, dass auch die Asphalttragschicht dann fertig ist. Etwas später ist dann die Straße Im Springen soweit. Die Springer Straße soll bereits Ende September ihre Asphalttragschicht erhalten.

Freie Fahrt

Freie Fahrt herrscht dann noch lange nicht. Im Gegenteil: Ab Oktober wird die Wulferschlaa voll gesperrt. Dort muss auf einer Länge von mehreren hundert Metern ein sogenannter Fremdwasserkanal gebaut werden. Er wird das Wasser aus einem kleinen Bach, mehreren privaten Dränagerohren und einer auf dem Wald kommenden Flutrinne aufnehmen. Bisher verschwindet das im normalen Kanal, was aber nicht gerne gesehen wird, weil das die Kosten im Klärwerk in die Höhe treibt. „Es kommt jetzt auch aufs Wetter an“, sagt Michutta – ein früher Wintereinbruch könnte den Zeitplan durcheinanderbringen.

Wintereinbruch

Ziel ist es, bis Dezember alle Straßen mit der sogenannten Asphalttragschicht zu versehen. Nur die letzte Decke, die sogenannte Feinschicht, muss noch bis zum Frühjahr warten – im Dezember ist es dafür einfach zu kalt.

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