Neue Helme, neue Autos, neuer Chef

Neue Helme bekommen die Feuerwehr-Leute in Altena. Viel Geld gibt die Stadt auch für neue Einsatzfahrzeuge aus.
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Neue Helme bekommen die Feuerwehr-Leute in Altena. Viel Geld gibt die Stadt auch für neue Einsatzfahrzeuge aus.

Das Thema Feuerwehr zieht sich wie ein roter Faden durch den Haushalt: Über zwei Millionen Euro sollen in diesem Jahr in die Ausrüstung investiert werden, für Baumaßnahmen stehen fast drei Millionen Euro im Etat. Für laufende Kosten wie die Gehälter der hauptamtlichen Feuerwehrleute, Versorgungsbezüge und das Benzin für die Einsatzfahrzeuge sind weitere 2,5 Millionen Euro veranschlagt. Darin sind die 1,5 Millionen, die der Rettungsdienst verschlingt, noch nicht enthalten.

Altena – Die tauchen zwar auch als Ausgabe im Etat auf, da aber der Kreis Träger der Rettungswache ist, gibt es von ihm eine Kostenerstattung in gleicher Höhe. Vor allem die hohen Investitionen fallen auf. Sie haben mehrere Gründe:

Gerätehäuser

Die Stadt ist in der Pflicht, mehrere Gerätehäuser zu erneuern. Vorrang habe im Moment das Gerätehaus für die Löschgruppe Rahmedetal, erklärte Bürgermeister Uwe Kober (CDU) im Hauptausschuss. Der Raumbedarf sei ermittelt, es gebe inzwischen „eine etwas detailliertere Zeichnung“, verschiedene Standorte würden untersucht. Keines der infrage kommenden Grundstücke gehört der Stadt, also müssten Mittel für den Grunderwerb und eventuell den Abbruch vorhandener Gebäude zur Verfügung stehen. 750 000 Euro im Etat 2021; 2022 und 2023 soll ebenso viel Geld für Neubauten ausgegeben werden. Neben der Rahmede brauchen auch die Löschgruppen Evingsen und Drescheid neue Unterkünfte. 70 000 Euro werden benötigt, um das Feuerwehrgerätehaus Dahle durch einen Anbau zu optimieren.

Feuer- und Rettungswache

Auch die Feuer- und Rettungswache muss erneuert werden. Die Stadt hat das auf solche Projekte spezialisierte Architekturbüro Kplan zunächst mit der Suche nach einem geeigneten Standort beauftragt. Obwohl die noch nicht abgeschlossen ist und ein Baubeginn damit noch nicht absehbar ist, stehen für 2021 bereits zwei Millionen Euro im Haushalt. Eine Summe, über die sich nicht nur Christian Kißler von den Linken wunderte. Er glaube nicht, dass in diesem Jahr so viel Geld benötigt werde, sagt der Bürgermeister. Kober geht davon aus, dass ein Teil des Geldes ins Haushaltsjahr 2022 übertragen wird. Im Moment plant die Verwaltung für die Feuer- und Rettungswache insgesamt 5,5 Millionen Euro ein,

Neue Fahrzeuge

Insgesamt drei Hilfeleistungslöschfahrzeuge sollen in diesem Jahr für die Hauptwache und die Löschgruppen Mühlendorf und Rahmedetal angeschafft werden. Das kostet insgesamt 1,3 Millionen Euro. Für zwei dieser Fahrzeuge standen schon im Etat 2020 Mittel zur Verfügung. Weil es damals mit dem Kauf nicht klappte, wurden die Haushaltsmittel übertragen und kräftig aufgestockt. Unter anderem wegen einer verbesserten Ausstattung werde jedes dieser Fahrzeuge 100 000 Euro teurer, erklärte Ulrike Anweiler, die für die Feuerwehr zuständige Fachbereichsleiterin. Hilfeleistungslöschfahrzeuge verfügen über einen Wassertank und Ausstattung zur Brandbekämpfung, aber auch über Gerätschaften zur technischen Hilfe bei Verkehrsunfällen und gelten als universelle Einsatzfahrzeuge. Ein reines Tanklöschfahrzeug soll für die Löschgruppe Drescheid angeschafft werden, die sich auf die Bekämpfung von Waldbränden spezialisiert hat und auch wegen der problematischen Wasserversorgung in ihrem Einzugsgebiet größere Mengen Wasser vorhalten muss.

Sonstige Ausrüstung

Helme, Forstausrüstung, ein Sprungpolster, Atemschutzgeräte und und und: Für Ausrüstung jenseits der Fahrzeuge sind 2021 Ausgaben in Höhe von rund 250 000 Euro vorgesehen.

Leiter der Wache

2014 ging Udo Winter, der Leiter der Feuer- und Rettungswache, in den Ruhestand. Seitdem gibt es – im Moment mit Thomas Stuwe – kommissarische Leiter, die diese Aufgabe neben ihrer Arbeit im Wachendienst miterledigen müssen. Dem wird jetzt ein Ende bereitet: Der Bürgermeister berichtete, dass die Winter-Nachfolge nun ausgeschrieben worden sei. Das bedeute, dass infrage kommende Hauptamtliche der Altenaer Wache angeschrieben worden seien und sich jetzt bewerben können. Wenn im Zusammenspiel mit dem Personalrat die Auswahl getroffen sei, dann müsse der zukünftige Wachenleiter noch den einen oder anderen Lehrgang besuchen. Kober sagte: „Ich gehe davon aus, dass wir im Laufe des Sommers einen neuen Leiter der Feuer- und Rettungswache haben werden“. Mit Alexander Grass hat diese Ernennung übrigens nichts zu tun – der bleibt als ehrenamtlicher Wehrführer die Nummer eins der Feuerwehr.

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