Viele Veränderungen in Altenas Kindergärten: Zeitdruck in Dahle

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Viele Veränderungen stehen in Altenas Kitas an.

Altena – Die Zeit drängt: Wenn im Kindergarten Dahle 2020/2021 eine dritte Gruppe eröffnet werden soll, braucht es einen Anbau. Darüber muss aber erst die Politik entscheiden.

Sollte es die Entscheidung geben, eine dritte Gruppe im Dahler Kindergarten eröffnen zu wollen, wird die Zeit knapp: Der Jugendhilfeausschuss befasst sich in seiner Sitzung am 29. Oktober mit diesem Thema. 

Hintergrund ist, dass sich die evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Dahle grundsätzlich bereit erklärt hat, eine zusätzliche Gruppe zu schaffen. Bis zum Jahresende, so der Ausschuss-Vorsitzende Uwe Kober (CDU), habe man der Gemeinde eine Entscheidung zugesagt. „Die Träger brauchen schließlich Planungssicherheit.“ 

Anbau kaum rechtzeitig zu schaffen

Aber: Der Zeitplan wird knapp. Da ist sich Karlheinz Kühn, Kirchmeister der Dahler Gemeinde, sicher. Denn sollte sich die Politik für eine dritte Gruppe ab dem Kindergartenjahr 2020/21 entscheiden, „müssten wir anbauen“. Ein solches Projekt einschließlich Bauplanung durch einen Architekten, Erdbewegungen und schließlich Maurerhandwerk sei sehr zeitaufwendig. Und: „Wir müssen jetzt zunächst einmal abwarten, wie der Ausschuss entscheidet“, sagt Karl-Heinz Kühn. 

Mit einer Ausnahmegenehmigung des Landesjugendamtes gibt es in der Dahler Einrichtung derzeit eine zusätzliche halbe Gruppe, die aber mit dem Kindergartenjahr 2020/21 ausläuft. Es gebe unterdessen vielfältige Überlegungen, so Kühn. Für den Kirchmeister scheint aber sicher: „Wenn wir anbauen müssen, werden wir kaum rechtzeitig fertig.“ 

Mehr Plätze durch neuen Waldkindergarten

Einen ersten Schritt in Richtung zusätzlicher Plätze habe man am Knerling mit der Gründung der Waldgruppe gemacht, sagt Uwe Kober. Gesprächsbedarf gibt es auch zum Kindergarten am Drescheider Berg. Der Rat hatte beschlossen, dass dort eine weitere Ü3-Gruppe eingerichtet werden soll. „Der Träger ist in der Planung“, sagt die zuständige Abteilungsleiterin der Stadtverwaltung, Agnes Goniwiecha. 

Ähnliches gilt für den Kindergarten St. Katharina auf dem Breitenhagen: Dort sei die Bausubstanz nicht mehr die beste, sagt Kober. Die katholische Kirche überlegt nicht nur deshalb, ihre beiden Betreuungseinrichtungen St. Katharina und St. Matthäus in einem Neubau am Breitenhagen zusammenzulegen. „Da müssen wir natürlich auch abwarten, wie St. Matthäus sich entscheidet“, sagt Kober. „Es ist für diese Veränderungen jeweils viel Vorlaufzeit notwendig, auch müssen Gespräche mit dem Landesjugendamt geführt werden“, sagt der CDU-Ratsherr. 

Alle Kinder betreut

Grundsätzlich sei der Bedarf an Kindergartenplätzen in der Burgstadt aber gut abgedeckt. Aktuell gibt es 383 Plätze. Es stehen sogar drei oder vier freie Plätze zur Verfügung. 50 weitere Plätze sind über das Tagespflegebüro der Awo belegt. Die öffentliche Beratung des Jugendhilfeausschusses beginnt am Dienstag, 29. Oktober, um 17 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses.

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