„Zu viele Stellen, wo Flickzeug nicht reicht“

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In der Nette, hier Höhe Autoservice Stübner, ist die Fahrbahndecke ziemlich marode. ▪

ALTENA ▪ Nach knapp sechs Wochen Frost und Schnee hat mit viel Regen das Tauwetter eingesetzt. Viele Altenaer atmen auf, „endlich keinen Schnee mehr schippen“ – zumindest in diesem Punkt.

Doch anstatt über glatte Straßen, ärgern sie sich jetzt über kaputte: Schmelzen Schnee und Eis, werden die Schlaglöcher sicht- und spürbar. „Eine genaue Bilanz für das gesamte Stadtgebiet können wir erst im Frühjahr ziehen, wenn der Frost endgültig weg ist“, erklärte gestern Straßenmeister Detlef Kalupka auf Anfrage. Die Nette hoch seien die Schäden aber bereits jetzt massiv. Die Stadt Altena steht dort nur in der Unterhaltungspflicht, weil es sich bei Bach-, Nette- und Westiger Straße um eine Landstraße, die L 698, handelt. Das bedeutet, die Mitarbeiter des Bauhofes flicken lediglich die aufgeplatzten Schlaglöcher mit Kaltbitumen. „Und das machen wir eigentlich täglich überall in der Stadt“, so Kalupka. Mit diesen Reparaturarbeiten könne man nicht warten, bis der Winter vorbei sei, „sonst werden die Löcher zu groß“. So schlimm, wie in der Nachbarstadt Lüdenscheid ist es jedenfalls noch nicht. Dort wurde nämlich an der Lösenbacher Landstraße (Verbindung nach Brügge) das Tempo auf 30 reduziert: „Achtung Straßenschäden“.

Bei Straßen NRW habe die Stadt das Problem mit der Fahrbahnbeschaffenheit in der Nette bereits mehrfach angesprochen, berichtete Detlef Kalupka weiter. Eine positive Mitteilung, dass die Landstraße saniert werde, stehe aber noch aus.

Auf Nachfrage der Redaktion erklärte Michael Overmeyer von Straßen NRW: „Die  L 698 steht nicht auf unserer Prioritätenliste“. Und das heißt im Klartext: „Momentan ist keine Fahrbahndeckensanierung geplant.“ Das könne sich aber ändern, so Overmeyer, wenn die Liste fortgeschrieben werde. Das Problem kaputter Straßen sei landesweit akut. „Es gibt leider viel zu viele Stellen, wo Flickzeug allein nicht mehr ausreicht“. ▪ Von Ilka Kremer

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