Altenaer Stadtwerke sehen sich auf gutem Weg

Symbolbild

ALTENA ▪ Gegen Extra-Euro im Portemonnaie durch Energiekosten-Einsparung hat auch Stadtwerke-Chef Marc Bunse nichts einzuwenden. „Doch das muss seriös sein“, sagt der Chef des örtlichen Energieversorgers. Wie in vielen heimischen Unternehmen dreht sich auch an der Linscheidstraße zurzeit vieles um eine Rückschau auf das Geschäftsjahr 2012 und einen Ausblick auf das gerade erst begonnene neue Jahr.

Was dabei auffällt: Viele Kunden, die in der Vergangenheit zu vermeintlich deutlich günstigeren Gas-Anbieter gewechselt seien, „haben wir zurück. Das ist eine Art Bestätigung für unsere Preis- Leistungsgestaltung“, sagt dazu der Stadtwerke-Geschäftsführer.

Verbraucherschutz- und Preisstabilität gehörten seit Jahren zum Credo des Hauses. Die letzte Preisanpassung habe es im Oktober des vergangenen Jahres mit etwa drei Prozent gegeben. „Das ist nur etwa der Inflationsausgleich“, ist Bunse und sein Team stolz auf die „Einkaufspraxis“ des Energieversorgers, die längst vom Ölpreis abgekoppelt ist und sich mehr an der Börse orientiert. „Zum Vorteil des Kunden.“

Bunse ärgert ein wenig, dass aktuell wieder Mitbewerber von Haus zu Haus ziehen, um Gaskunden mit vermeintlich günstigeren Angeboten abzuwerben. Von bis zu 300 Euro Jahresersparnis sei da häufig die Rede. Doch der Kaufmann warnt: „Sparen ja, aber alles genau lesen!“ – viele Boni würden nicht gezahlt, Preiserhöhungen kämen dann plötzlich doch und Pluspunkte wie Erreichbarkeit, nachvollziehbare Rechnungen, ein Endstördienst mit 24-Stunden-Dienst an 365 Tagen im Jahr und eine persönliche Kundenberatung seien auch nicht zu verachten. „Über 15 Prozent unser Kunden haben allein im letzten Jahr unsere Beratung in Anspruch genommen“, nennt Bunse eine bemerkenswerte Zahl. Und auf eine repräsentative Kundenumfrage seines Hauses reagierten 90 Prozent der Befragten mit der Antwort: „Wir sind sehr zufrieden!“

Bunse kündigte an, weiter auf Wachstum zu setzen und sich moderat über die Stadtgrenzen hinaus auszudehnen. „Wir wollen expandieren.“

Zwei Kategorien Kunden kennt Bunse: Erstens, die „auf Teufel komm raus“ immer zum billigsten Anbieter wechseln und –zweitens– die, die meinen, wirklich hunderte von Euro einzusparen, „dann aber häufig feststellen, mit Zitronen gehandelt zu haben.“

Die Stadtwerke würden weiter auf „ihre Pfunde“ setzen. Das seien zweifellos der nachgewiesen gute Service, das Kundencenter vor Ort und die kostenlose Energiesparberatung. „Wir sind durch Investitionen, Arbeitsplätze, Sponsoring und Steuern vor Ort ein lokaler Wirtschaftsfaktor. „73 Cent von jedem Euro verbleiben in der Region“, so Bunse abschließend. ▪ Johannes Bonnekoh

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