Viele haben eine enge Bindung zum JuZe

Die Ehemaligen erinnerten sich an die alten Zeiten im JuZe.

NACHRODT ▪ Gleich zwei Tage lang haben sich die Mitarbeiter, Praktikanten und Besucher des Jugendzentrums Nachroder Kurve (JuZe) Zeit genommen, um ihr 30-jähriges Jubiläum zu feiern. Es begann am Freitagabend mit einem Treffen der „Ehemaligen“, von denen noch heute einige mitarbeiten.

Zu ihnen gehört Sarah-Marie Brust. Im Alter von sieben Jahren kam die heute 21-Jährige zum ersten Mal ins Jugendzentrum. Sie wurde zur regelmäßigen Besucherin und war dann einige Jahre später auch als Mitarbeiterin tätig. In der Folgezeit absolvierte sie zwei Praktika. Sie zog dann nach Iserlohn und der Kontakt zum JuZe brach zunächst ab. Seitdem sie wieder in Nachrodt wohnt, hält sie sich wieder regelmäßig dort auf. „Mich hat immer die Arbeit mit Kindern fasziniert“, sagt die 21-Jährige. „Ganz besonders mochte ich die Ferienaktionen.“

Gegründet wurde das JuZe von Friedrich-Wilhelm Teutenberg. „Als ich vor 30 Jahren anfing, gab es in Nachrodt eigentlich gar nichts“, sagte er. „Alle Jugendlichen, die sich nicht in Sportvereinen oder ähnlichen Institutionen engagieren wollten, hatten keine Möglichkeit, sich anderweitig zu treffen.“ Die Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde stellte dann einen Kellerraum und einen kleinen Saal in dem Gebäude zur Verfügung, in dem sich das JuZe heute noch befindet. Die Renovierung der entsprechenden Räume erfolgte durch die Jugendlichen. Zu ihnen gehörte damals auch Stefan Herbel. Er erinnerte sich an die Anfänge. „Das war eine tolle Zeit“, sagte er. Man habe Verantwortung übernehmen müssen und gleichzeitig auch den Zusammenhalt untereinander fördern können.

Doch vor 30 Jahren waren die Jugendlichen noch anders „gestrickt“. Da habe es schon einmal handfeste Auseinandersetzungen gegeben, das sei nicht zu leugnen, erklärte Teutenberg, hauptamtlicher Mitarbeiter beim Jugendamt des Märkischen Kreises. Er erinnerte an die Zeit, als noch Rockkonzerte mit Gruppen wie Geier Sturzflug, Extrabreit oder Zoff veranstaltet werden konnten. Vor 30 Jahren seien die Jugendlichen allerdings weniger anspruchsvoll gewesen. Viele von denen, die das JuZe besuchten, seien später als Mitarbeiter geblieben und hätten sich dann für die ihnen nachfolgenden Jugendlichen eingesetzt. So hätte innerhalb der vielen Jahre immer eine feste Bindung zum JuZe bestanden. „Die Jugend war also für die Jugend da. Das hat sich bis heute nicht geändert.“

Das wurde von Renate Richwien, der Leiterin der Institution, bestätigt. „Wir haben nach wie vor eine sehr gute Resonanz“, sagt sie. Das führte letztlich auch dazu, dass die Öffnungszeiten des JuZe erheblich erweitert werden mussten. Von Montag bis Freitag ist dort täglich etwas los.

Am Samstag dann wurde das Jubiläum mit weiteren Attraktionen begangen, die sich in erster Linie jedoch den zahlreich erschienenen Kindern widmeten. So war eine Hüpfburg aufgebaut, das Feuerrote Spielmobil bot Abwechslung und auch das Glücksrad konnte bedient werden. Marina Felker und Svenja Jakubassa gewannen jeweils zwei Eintrittskarten für das Weihnachtsspiel des Brettken am Drögen Pütt.

Richwien war mit der Resonanz auf das Fest zufrieden. „Wenn man das schlechte Wetter bedenkt, sind doch noch ganz schön viele Leute hier.“ Mit den Vorbereitungen für das 30-Jährige begannen Richwien und ihr Team schon im Sommer vergangenen Jahres. „Das war auch mit ziemlich viel Arbeit verbunden“, resümierte die Leiterin der Einrichtung. „Aber es hat sich auch gelohnt.“ Zuckerwatte- und Popcornmaschine hatte der Edeka-Markt Clever kostenlos zur Verfügung gestellt. Das weitere Sponsoring übernahm das Jugendamt des Märkischen Kreises. Zwei Mitarbeiterinnen des Amtes waren auch vor Ort. Sie schminkten die Kinder und zeigten ihnen,, wie Buttons hergestellt werden.

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