Dahler Sagenwald ist eröffnet

+
Schüler bereicherten das Geschehen im Dahler Sagenwald mit einer kleinen Aufführung.

Altena -   Rechts Buchenwald, links Buchenwald und in der Mitte mehrere hundert Besucher, die der Eröffnung des Dahler Sagenwaldes beiwohnen wollen. Doris Grotensohn beschreibt dies mit nur drei Worten: „Dahle tut was“.

Um kurz nach 18 Uhr eröffnete Ortsvorsteher Helmar Roder den Sagenwald. Er begrüßte die vielen Besucher mit den Worten: „Das gibts doch nicht. Wo kommt ihr alle her? Das ist ja der Wahnsinn“.

Nicht nur Dahler fanden sich ein. Auch Gäste aus Altena, Evingsen, Neuenrade und Werdohl waren zugegen. Sie alle wollten Dahles Beitrag zum „Sauerland Höhenflug“ in erster Reihe miterleben. Der Sagenwald solle, so Roder, Wanderern die Möglichkeit geben, von Dahle aus auf „geheimnisvolle und sagenhafte“ Weise den eigentlichen Wanderweg zu erreichen. Im Sagenwald sollen sieben Sagen dargestellt werden, die sich allesamt um Dahle ranken. Zwei von ihnen, nämlich die Sage um den Ritter vom Isenberg und den störrischen Esel vom Giebel, wurden am Samstag vorgestellt. Die Rittersage wurde von den Kindern der Klasse 4 c der DahlerGrundschule präsentiert. Insbesondere der Kampf um dessen Pferd entbrannte heftig. Denn der Ritter hatte ihm die Hufe verkehrt herum angebracht, um mögliche Verfolger zu irritieren.

Unterstützt wurden die Schüler bereits im Vorfeld der Aufführung von der Altenaer Mittelaltergruppe „Castellani“, die auch am Samstagabend trotz heftiger Gegenwehr wieder eine schwere Niederlage durch die Kinder hinnehmen musste. Sie nahmen das offenbar nicht nur mit viel Gelassenheit sondern auch mit sichtlichem Vergnügen hin. Die Kinder der Klasse 4 c jedoch erhielten für ihre Darbietung lang anhaltenden Applaus. Das kleine hölzerne Pferd mitten im Wald wird nicht entfernt, da es die Besucher immer an den Ritter vom Isenberg erinnern soll. Die zweite Sage beschäftigte sich mit dem störrischen Esel vom Giebel. Sie wurde auf einem riesigen Bild, welches zwischen zwei Bäume gehängt wurde, dargestellt. Dieses Bild ist – im Wortsinne – handgemacht. „Wir haben das Bild auf eine Leinwand projeziert, dann die Konturen nachgezeichnet, sie auch noch kreativ verfeinert und dann in einen Rahmen eingepasst“, erklärt Roder das Werk. Selbstverständlich wird auch dieses Werk seinen Platz behalten. Die Darstellung weiterer fünf Sagen wird folgen.

Die Idee zu dem Projekt hatte die Dahler Dorfgemeinschaft gemeinsam mit demDahler Qualitätsring. Beide Gruppierungen waren sich einig, eine lokale Attraktion zu schaffen. Gemessen an der Zahl der Gäste ist dies wohl mehr gelungen. Um das gesamte Gelände überblicken zu können, wurde mitten im Wald eine Plattform errichtet. Dazu mussten, um Festigkeit im Waldboden zu garantieren, unter anderem 450 Säcke Beton verarbeitet werden. Jeder dieser Säcke wog 40 Kilogramm. „Der Sagenwald soll generationsübergreifen sein“, erklärte Roder. „Jeder, der sich hier aufhält, soll sich an der Darstellung der Sagen erfreuen“. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung vom Tambourcorps Dahle und vom Jagdhornbläsercorps Sauerland im Hegering Altena. -  Hartwig Bröer

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare