Tausende besuchen den Altenaer Flohmarkt

Josh Gomez war zufrieden: Die Geschäfte liefen noch besser als im vergangenen Jahr. -  Fotos: Bender

Altena - Strahlender Sonnenschein, angenehme Temperaturen – besser kann Flohmarkt-Wetter nicht sein. Tausende schoben sich am Tag der Deutschen Einheit durch Altenas Innenstadt um zu schauen, was an den Ständen zwischen Markaner und Stapelcenter so zu haben war.

Von Thomas Bender

Etwas Geduld musste man schon mitbringen: Parkplätze waren Mangelware, durch die Stadt ging’s wegen der Menschenmassen nur im Schneckentempo. Trotzdem sah man fast ausschließlich zufriedene Gesichter.

„Ich habe jetzt schon mehr eingenommen als im vergangenenen Jahr am ganzen Tag“, freute sich Josh Gomez, der neben Kleidung und Spielzeug auch Neoprenanzüge im Angebot hat – auch solche eher exotischen Artikel fanden ihre Abnehmer. „Erstaunlich, was die Leute alles kaufen“, sagte Annette Sönnecken, die einen ganzen Berg alten Geschirrs und Hausrats aufgetürmt hatte. Und auch sie bestätigte „Die Geschäfte laufen gut“.

Martina Hochstein war sozusagen Flohmarkt-Novizin: Sie baute gemeinsam mit ihren Geschwistern schon am Donnerstagabend ihren Stand auf. Ab 19 Uhr sei bereits verkauft worden, berichtete sie gestern. Bis in die Nacht wären Kunden gekommen – „nur von 1 bis 3 Uhr war es ein bisschen flau“. Dann seien die ersten Schnäppchenjäger erschienen – die Profis, die mit Taschenlampen nach Waren suchen, deren wahren Wert der Verkäufer nicht erkennt.

Da gab es manches, was sich anzuschauen lohnte – historische Werkzeuge zum Beispiel oder große Comic-Sammlungen. Und was Aldi kann, können Altenas Flohmarkthändler schon lange: Weihnachtsdeko gab’s an vielen Ständen – „das verkauft sich ganz gut“, bestätigte eine Verkäuferin. Am Nachbarstand wechselten derweil bestens erhaltende Alpinski den Besitzer.

Gespeist wurde in erster Linie mediterran: Mehrere Vereine und Geschäftsleute boten Fladenbrot, Pita, Souflaki vom Grill und ähnliche Spezialitäten an. Diese Stände boten auch Gelegenheit zum kurzen Innehalten, was vor allem dann gefragt war, wenn man plötzlich Bekannte getroffen hatte, die man schon ewig nicht mehr gesehen hatte.

„Es sind viele Auswärtige in der Stadt“, beobachtete Dr. Andreas Hollstein, der mit Kindern und Partnerin einen eigenen Stand hatte, was Einblicke in sein Privatleben ermöglichte – der Bürgermeister trennte sich unter anderem von Ikea-Kerzenhaltern und CDs von Westernhagen.

Als gegen 17 Uhr der Abbau begann, schlug die Stunde des Bauhofs: Er machte noch am Abend gründlich sauber – schließlich steht mit dem Kartoffelfest des Einzelhandels am Tag nach dem Flohmarkt schon die nächste große Veranstaltung in der Innenstadt auf dem Programm.

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