Viel Regen: Unwetter bringt Sturzbäche aus den Bergen

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Bei Otlinghaus stürzte ein Baum auf die Fahrbahn. Er wurde von der Feuerwehr beseitigt.

ALTENA ▪ Es hat geschüttet wie aus Kübeln – deutlich über 100 Liter Regen pro Quadratmeter fielen seit Montagabend im Innenstadtbereich. Die Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes wurde damit noch übertroffen.

Der hatte in einer Unwetterwarnung für den Märkischen Kreis vor Niederschlägen bis zu 70 Litern gewarnt und nicht ausgeschlossen, dass es zu lokalen Überschwemmungen kommen könnte.

Kleine Seen um die Gullys

Davon blieb die Stadt weitestgehend verschont. Zwar bildeten sich auf der ein oder anderen Straße kleine Seen, weil die Gullys die Wassermassen so schnell nicht fassen konnten. Die Lenne allerdings blieb brav in ihrem Bett. Rahmedebach und Nette schwollen zwar gewaltig an, bildeten aber ebenfalls keine Gefahr – auch dank des Bauhofes, der auf der Hut war und an den neuralgischen Stellen dafür sorgte, dass die Geröllfänge nicht durch Treibgut verstopften. Ein besonders imposantes Bild bot sich am Markaner, wo die Wassermassen aus der Nette mit solcher Gewalt in die Lenne schossen, dass das Wasser förmlich brodelte.

Zur B 236 musste die Feuerwehr am Nachmittag ausrücken, weil ein regennasser Baum umgestürzt war. Die Werdohler Straße war komplett blockiert, es bildete sich ein langer Rückstau.

Wetterberuhigung blieb aus

Dass die sintflutartigen Regenfälle relativ geringe Folgen hatten, war der Wetterlage zu verdanken: Die besonders heftigen Regenfälle konzentrierten sich auf einen relativ kleinen Raum. Im Hochsauerland fielen die Niederschläge bei weitem nicht so ergiebig aus, so dass aus dem Lenneoberlauf nicht ganz so viel Wasser gen Altena strömte. Die für den Nachmittag erwartete Wetterberuhigung blieb allerdings aus, die Unwetterwarnungen wurden bis in die Nachstunden verlängert. Sollte es eine Verschärfung der Situation geben, informiert das AK ab heute, 8 Uhr, unter http://www.come-on.deben.-

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