Freibad-Betrieb mit Corona-Regeln:

Viel Platz zum Vergnügen

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Schwimmen macht diesen Kindern trotz Corona Spaß.

Schwimmen macht Spaß - auch zu Zeiten von Corona. Denn: Platz ist immer reichlich vorhanden, das schreibt das Hygiene-Konzept vor.

Altena - Wie soll die Saison schon laufen?“, fragt Freibad-Angestellte Ute Glindmeyer – und zupft Unkraut aus den Fugen des plattierten Weges am Beckenrand. Ihre Antwort: „Corona.“ Keine leichte Situation für das Team im Freibad Dahle. Die Stimmung im Becken ist dennoch gut - ein Dutzend Kinder tummelt sich im Becken, sie haben Spaß an der Bewegung im kühlen Nass. In normalen Zeiten wären es aber sicher deutlich mehr. Denn nur 250 Besucher dürfen gleichzeitig im Bad sein. In drei Schichten sind Schwimmer von 6.30 bis 8 Uhr, von 9 bis 13 Uhr und von 14.30 bis 19 Uhr willkommen. Die neue Schwimmmeisterin Luisa Stagni erläutert: „Die Pausen dazwischen werden für zusätzliche Desinfektionen genutzt. Desinfiziert wird alles, was die Besucher angefasst haben könnten. Dazu zählen nicht nur Türgriffe, sondern eigentlich alles in erreichbarer Höhe.“ Für die Arbeiten werden Einmaltücher verwendet. Auf dem Boden zeigen Markierungen den erforderlichen Abstand und die Laufwege an, zum Beispiel an der Kasse. Gäste, die beim Eintreten einen Mund-Nase-Schutz tragen müssen, müssen Name und Adresse sowie das Datum ihres Besuchs auf einer Karte eintragen. „Diese Zettel werden vier Wochen aufbewahrt und dann ordnungsgemäß vernichtet“, betont Luisa Stagni. Die Gäste zeigten insgesamt viel Verständnis für die Schutzvorkehrungen, sagt sie. „Auch die Kinder halten sich an die Regeln.“ Es falle allerdings auf, dass derzeit weniger Familien mit Kindern ins Bad kommen als sonst. „Da gibt es sicher Bedenken wegen Corona“, vermutet Stagni. Unbeirrt zeigen sich dagegen die Frühschwimmer. „Die ziehen eisern ihre Bahnen, auch bei Kälte und Regen.“

Markenzeichen des Dahler Schwimmbads: die Entenfamilie schaut den Schwimmern zu.

 Dennoch sei klar, dass es wegen der Beschränkung der Besucherzahl nicht möglich sein wird, bei der Bilanz an vorherige Jahre anzuknüpfen. Seit Pfingstmontag, 1. Juni, läuft die Saison. Am Ende wird sich zeigen, wie sehr sich das Virus auf die Besucherstatistik ausgewirkt hat. An sonnigen, heißen Tagen waren oft 500 Besucher pro Tag im Bad, es konnten aber auch mal 1000 werden. Derzeit ist die maximale Besucherzahl im Drei-Schichten-Betrieb auf 750 Personen beschränkt. Zu den regelmäßigen Besuchern zählt auch Bärbel Stepertag. Sie hat eine Jahreskarte. Die Auflagen zum Coronaschutz bereiten ihr keine Probleme; sie schätzt vielmehr die größeren Freiräume im Bad. „Ich gehe immer mal für eine Stunde. Es war herrlich und ich hatte viel Platz.“ „Nur für ein paar Tage“ ist Sandra Pieruschka zu Gast in Dahle, trotzdem kennt sie das Bad aus ihrer Jugend. „Ich bin hier aufgewachsen und war als Kind immer im Freibad“, erzählt die Mutter von drei Kindern. Sie genießt ihren Platz an der Sonne auf der Liegewiese, während sich der Nachwuchs im Wasser vergnügt. Die Bestimmungen zum Coronaschutz sieht Sandra Pieruschka als „moderat“ an. Der Abstand zu anderen Gästen ergebe sich von allein, da es leerer ist. „Das ist vorteilhaft, ich weiß es sehr zu schätzen.“

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