Ohne soziales Miteinander geht nichts im Jugendcamp

ALTENA - „Gott näht gern auf Kante.“ Diese Feststellung traf Christoph Schmale, Lagerleiter beim Jugendcamp der Freien Evangelischen Gemeinde, zum Regen am Samstagnachmittag. Pünktlich zum Mittagessen, als alle Kinder im großen Zelt versammelt waren, regnete es. Diese Regenpause nutzten einige Kinder anschließend für ein Mittagsschläfchen, um hinterher fit zu sein für die Workshops, zu denen sich bereits wieder die Sonne zeigte.

„Hier ist ‘ne Menge los, und es wird immer etwas Neues geboten“, bewerteten Niklas und Jonas das diesjährige Lager absolut positiv. Die beiden nahmen zum zweiten Mal teil und waren angenehm überrascht, dass es nicht nur jedes Jahr ein neues Thema, sondern auch andere Aktionen gibt.

„Fußballspielen und die Geländespiele“, das waren für die meisten Jungen die Highlights beim Lagerleben, die Mädchen schätzten eher die Gemeinschaft. Selina berichtete: „Hier sind viele, die ich kenne und mein Onkel Simon ist auch da.“ Simon Meyer gehört zum erfahrenen Mitarbeiterstab, der auch wieder durch Auswärtige unterstützt wurde. „Die Helfer aus anderen Gemeinden bescheinigen uns eine sehr angenehme Atmosphäre“, freute sich nicht nur Andy Schmale über Lob. „Die Kinder entwickeln sehr schnell eine Beziehung zu uns, das ist sehr schön. Und man merkt, welche Kinder selten draußen spielen, die sind abends richtig geschafft. Einzelkinder lernen hier soziales Miteinander kennen. Ohne das geht es bei einem solchen Camp nicht. Alle müssen mithelfen.“ Dazu gehört auch, den Toilettenwagen zu putzen und in der Küche zu helfen. Natürlich bleibt ganz viel Freiraum zum Bauen und Toben und für die Workshops. Ein Messer schmieden, Tonfiguren herstellen, Freundschaftsbänder flechten, marmorierten Nagellack selber machen, ein Orientierungslauf mit Hilfe von Sonnenstand und Kompass – Angebote gab es am Samstag genügend. Und Daniel aus Menden berichtete stolz: „Wir haben einen Ofen gebaut, hier in den Hang, mit Ziegelsteinen und Lehm. Darin backen wir jetzt Pizza-Brötchen für alle.“ Er hat schon öfter am SoLa, einem Jugendcamp in Iserlohn teilgenommen: „Aber da ist nicht so viel los“, kam das Jugendcamp in Dahle in seiner Bewertung gut weg.

Den letzten Abend verbrachten die Kinder in Dahle, dorthin hatte Christoph Schmale als „Mose“ sein „Volk“ geführt. „Wir haben alle unter einer großen Plane geschlafen – und es blieb trocken“, erzählt der Lagerleiter. Nach dem Frühstück ging es zurück zum Lindscheid, dort wurde am Sonntagmittag mit den Eltern gegrillt und „Mose“ und „Kleopatra“, die zentralen Personen des Lagers, stellten sich einem neuzeitlichen Interview. Anschließend war für die Mitarbeiter Abbauen angesagt und anschließend: „Duschen und ausschlafen!“ - Silvia Sauser

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