Altena bekommt mehr Geld für Flüchtlinge 

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Altena - Mehr Geld bekommt die Stadt vom Land für die Unterbringung Geflüchteter. Und das nicht nur für Asylbewerber.

Aktuell muss sich die Stadt nur noch um 65 Geflüchtete kümmern. Das erfuhren die Mitglieder des Sozialausschusses, als die für Jugend und Soziales zuständige Abteilungsleiterin Agnes Goniwiecha ihnen die wichtigsten Eckdaten des Haushaltsplanentwurfes vorstellte.

Zur Erinnerung: Im Jahr 2016 waren es noch rund 500. Der Rückgang bedeutet aber nicht, dass sich nur noch 65 Geflüchtete in Altena aufhalten: Sobald Schutzsuchende als Asylbewerber anerkannt sind, ist das Jobcenter zuständig. Sie fallen damit aus der Verantwortung der Stadt heraus. 

16 geduldete Geflüchtete in der Stadt

Die Geflüchteten, für die die Stadt aktuell zahlt, kommen aus elf unterschiedlichen Ländern. Bei 49 läuft das Asylverfahren noch, 16 weitere sind „Geduldete“. Goniwiecha schätzt, dass nur wenige Betroffene eine Bleibeperspektive haben. 

Übrigens: Seit Jahresbeginn wurden der Stadt nur sechs Flüchtlinge zugewiesen, darunter auch ein Asylbewerber aus der Türkei. Die meisten Schutzsuchenden seien unter 30 Jahre alt, sagte die Abteilungsleiterin. 

Ausgaben: 987.000 Euro

Der städtische Etat wird durch Flüchtlinge inzwischen kaum noch belastet. Rund 987 000 Euro wird sie im kommenden Jahr dafür ausgeben. Darin enthalten sind auch 240 000 Euro Personalkosten und 135 000 Euro an Miete und Nebenkosten für die 26 Wohnungen, die die Stadt für die Unterbringung der Geflüchteten nutzt und in denen auch 17 Personen leben, die bereits als Asylbewerber anerkannt sind. 

Diesen Ausgaben stehen Einnahmen in Höhe von gut 974 000 Euro gegenüber. Das ist deutlich mehr als ursprünglich geplant, weil die Stadt ab 2020 eine Integrationspauschale enthält. Sie soll 260 000 Euro betragen. 

Geld auch für Lebensunterhalt

Erfreulich sei vor allem, dass 49 Prozent dieses Geldes auch für den Lebensunterhalt der geduldeten Flüchtlinge verwendet werden dürften, sagte Kämmerer Stefan Kemper. Bisher musste die Stadt die Kosten für diesen Personenkreis komplett übernehmen.

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