Viel Geld für Bürgerschafts-Verein

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Spende an den Verein für Bürgerschaftliches Engagement: Dessen Vorstandsmitglieder Sonja Reckschmidt, Günter Buschmann (Mitte) und Andreas Hollstein freuten sich über den Scheck, den Holger Wolf (links) und Sparkassen-Vorstand Kai Hagen überreichten.

ALTENA - Was die Stadt sich nicht mehr leisten kann, finanziert – zumindest zum Teil – die Sparkasse. Das gilt nicht nur für die Kultur, sondern auch für die Innenstadtentwicklung.

Die voranzutreiben ist Aufgabe des „Vereins für Bürgerschaftliches Engagement“, dem Sparkassen-Vorstand Kai Hagen und der Leiter der Hauptstelle Altena, Holger Wolf, jetzt einen Scheck in Höhe von 9000 Euro übergaben.

Damit soll der Wegfall von Fördermitteln aus dem Programm „Jugend bekämpft Leerstand“ kompensiert werden. Also profitiert in erster Linie das Obst-Büro im ehemaligen Haus Trippe von der Spende des Kreditinstitutes. Der Kauf des Geschäftshauses durch den Verein soll sich nämlich refinanzieren. Einerseits zahlt die BGA-Schülerfirma Miete, andererseits sollen im kommenden Jahr in den oberen Etagen zwei Wohnungen eingerichtet und vermietet werden. Speziell dafür könne der Verein das Geld gut gebrauchen, sagte bei der Spendenübergabe Günter Buschmann, der Schatzmeister des Vereins für Bürgerschaftliches Engagement.

Vorsitzender ist dort Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein, der den Verein eher im Stillen wirken lässt. Ziel sei es, dort Gelder für solche Aufgaben zu bündeln, die Stadt aufgrund ihrer Haushaltslage nicht finanzieren dürfe, erklärte er am Rande der Spendenübergabe. Freiwilligen Ausgaben – und solche wäre jede Förderung der Ansiedlung neuer Geschäfte im Innenstadtbereich – würde die Kommunalaufsicht nicht zustimmen.

Unumstritten ist das Wirken des Vereins nicht. Vor allem das meist nicht besetzte Obst-Büro ist manchem Altenaer ein Dorn im Auge. Er wisse das natürlich, sagte Hollstein bei der Spendenübergabe. Allerdings sei der Ankauf des Hauses Trippe aus einem Fördertopf mit dem Namen „Jugend bekämpft Leerstand“ gefördert worden, damit gebe es eine zehnjährige Bindung der Mittel – bis 2021 muss das Ladenlokal deshalb an die Schülerfirma vermietet bleiben. Für die Gymnasiasten brach Kai Hagen bei der Spendenübergabe eine Lanze: „Sie lernen dort nicht nur selbstständig zu arbeiten, sondern üben gleichzeitig eine pädagogisch wertvolle, generationsübergreifende Zusammenarbeit mit den ehrenamtlich tätigen Senioren des Stellwerks aus“, sagte er. - ben.-

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