Viel erreicht und doch noch viel zu tun

Anlieger des Markaners bewiesen viel Eigeninitiative und bauten Teile des Busbahnhofes zum Boulevard um.

ALTENA ▪ 2007 verabschiedete der Rat das Stadtentwicklungskonzept, es gilt bis zum Jahr 2015 – Halbzeit also. Für die Stadtverwaltung war das Grund genug, in der Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung eine Zwischenbilanz zu ziehen. Von Thomas Bender

Es gibt noch viel zu tun – das verdeutlichen die Zahlen, die Roland Balkenhol dabei nannte. Insgesamt plant die Stadt „förderfähige Maßnahmen“ im Wert von 9,4 Millionen Euro, tatsächlich ausgegeben wurden bisher 3,5 Millionen Euro. Der Stadtplaner erinnerte an die bisher umgesetzten Bauvorhaben: Mit dem Markaner fing alles an, es folgten die beiden Bauabschnitte der neuen Lenneuferstraße (die in diesem Abschnitt zukünftig Lennepromenade heißen soll) und zuletzt die beiden Lenneterrassen. Auch gelungen, zuschusstechnisch aber nicht Bestandteil des Stadtumbaus: der Kreisverkehr am Markaner.

Balkenhol erinnerte auch daran, was alles noch ansteht. Das ist zum einen natürlich der Bau des Aufzugs: Der Abbruch der beiden Häuser laufe planmäßig, sagte er. Die Arbeiten lägen im Zeitplan und seien rechtzeitig vor dem Weihnachtsgeschäft erledigt. 2012 beginnen aber auch die Arbeiten im Bereich des ehemaligen Güterbahnhofs, der zur Freizeit- und Erholungsfläche umgebaut werden soll. Dazu muss die Oberleitung der Bahn verändert werden, was die Stadt bezahlen muss. Damit dieser Bereich von der Innenstadt aus gut zu erreichen ist, soll eine neue Brücke gebaut werden. Ein entsprechender Wettbewerb sei in Arbeit, verriet Balkenhol und teilte auch mit, dass geplant sei, im nächsten Jahr wieder die THW-Pontonbrücke einzusetzen.

Es gibt auch weniger bekannte Arbeiten, die noch erledigt werden müssen. So braucht die Innenstadt ein neues, auf den Burgaufzug abgestimmten Orientierungssystem, bei dem auch moderne Technik eingesetzt werden soll – Touristen wird zukünftig auch über ihr i-Pod der Weg gewiesen. Angelaufen sind Überlegungen zur besseren Gestaltung der Durchgänge zwischen Lennestraße und Lenneuferpromenade. Ein darauf spezialisiertes Büro arbeitet an einem Gestaltungshandbuch, aus dem später die Gestaltungssatzung für die Innenstadt entwickelt werden soll.

Balkenhol wies darauf hin, dass dort bereits Bewegung spürbar sei: Sieben Häuser hätten inzwischen den Besitzer gewechselt – die neuen Eigentümer seien ebenso wie mancher „Alteigentümer“ willens, zu investieren. Deshalb verzeichne die Stadt zunehmendes Interesse an ihrem Fassadenprogramm. Das Tourismuskonzept liege im Entwurf vor und enthalte neben Fantastereien wie Baumhotels auch sehr handfeste Hinweise. Arbeitsgruppen seien dabei, die Umsetzung einzelner Maßnahmen vorzubereiten. Balkenhol lobte in diesem Zusammenhang das ehrenamtliche Engagement vieler Bürger und Vereine.

Halbzeit heiße nicht, dass in vier Jahren alles fertig sei, betonte der Stadtplaner: „Stadtentwicklung ist eine Daueraufgabe“. Deshalb müsse auch nach 2015 darauf geachtet werden, die Innenstadt (und nicht nur die) weiterzuentwickeln. Für den Stadtplaner und viele andere Mitarbeiter im Bauamt ist das übrigens eine Mammutaufgabe – Balkenhol schiebt inzwischen deutlich mehr als 200 Überstunden vor sich her.

Nicht nur deshalb zollte der Ausschussvorsitzende Josef Auwermann ihm und allen anderen Beteiligten größten Respekt. Er erinnerte auch daran, dass bisher noch jeder Zeitplan eingehalten worden sei und auch die veranschlagten Baukosten nie überschritten worden seien.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare