Verwaltung für Rückkehr des AL-Auto-Kennzeichens

27 Jahre alt ist der Audi von Thomas Steinigeweg aus Altena. Auch er könnte bald wieder ein AL-Kennzeichen tragen.

ALTENA - Altenas Autofahrer sollen die Möglichkeit bekommen, wieder ein AL-Kennzeichen an ihr Gefährt zu schrauben. Das meint die Verwaltung, der Rat berät am kommenden Montag.

1969 war Schluss mit dem AL-Kennzeichen für den Kreis Altena: Die erste kommunale Neuordnung bescherte den Bürgern den Zusammenschluss mit Lüdenscheid und damit das LS-Kennzeichen. Seit den 70er Jahren wird MK ans Auto geschraubt. Lang ist‘s also her – und doch trauern viele noch dem AL hinterher. Eine Sehnsucht, die auch darin ihren Ausdruck findet, dass in der Burgstadt auffallend viele Fahrzeuge mit MK-AL unterwegs sind.

Die Verwaltung hat dafür natürlich eine Erklärung: „Das Kfz-Kennzeichen stiftet starke Identität nach innen und repräsentiert die Stadt nach außen, insbesondere auch dann, wenn aus der Buchstabenfolge direkt auf den Städtenamen geschlossen werden kann“. Ferner diene das AL-Kennzichen auch dem Marketing. Seine Renaissance führe dazu, dass Altena sich als Marke besser positionieren könne. Klare Empfehlung der Verwaltung deshalb: AL soll wiederkommen. Was die Bürger dazu meinen, wird man bald wissen: Die Hochschule Heilbronn forscht zu diesem Thema und wird am 29. September in der Burgstadt eine entsprechende Befragung durchführen.

Wenn der Rat dem Beschlussvorschlag der Verwaltung am kommenden Montag folgt, steht der Wiedereinführung von AL nur noch das Land im Wege – es muss die entsprechenden Voraussetzungen dafür noch schaffen. Die Weichen dafür hat die Verkehrsministerkonferenz allerdings bereits gestellt, in Hessen und im Saarland gibt es bereits Regionen, die wieder Kennzeichen mit alten Kürzeln ausgeben.

Auf die dabei gemachten Erfahrungen stützt sich die Verwaltung, wenn sie schreibt, dass die Wiedereinführung von AL außer einer Softwareumstellung in den Straßenverkehrsämtern keinerlei Aufwand mit sich bringe. Im Gegenteil: Unter Umständen würden damit sogar Mehreinnahmen erzielt. Es gibt nämlich grundsätzlich zwei Möglichkeiten der Rückkehr zu einem alten Kennzeichen: Entweder bekommen alle Einwohner Altenas automatisch ein AL-Nummernschild, wenn sie ein neues Fahrzeug zulassen. Oder aber das AL wird als Wunschkennzeichen nur dann ausgegeben, wenn Fahrzeugbesitzer es ausdrücklich haben wollen. Das würde bedeuten, dass der Kreis dafür eine Zusatzgebühr in Höhe von etwa zehn Euro erheben würde.

von Thomas Bender

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