Burgaufzug: Parteien zeigen Optimismus

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Tunnelerkundung mit schwerem Gerät: Das liegt schon einige Monate zurück. Jetzt droht der ganzen Baustelle auf Grund der neuen Neuausschreibungen ein kleiner zeitlicher Verzögerungsstopp von bis zu vier Monaten. ▪

ALTENA ▪ Dass es jetzt möglicherweise auf der Burg-Aufzugsbaustelle nicht ganz so zügig weiter geht wie beabsichtigt, traf die Ratsmitglieder am Montag unvorbereitet.

„Jede 1 000 Euro sind es wert, dass wir neu verhandeln.“ Das sagt Uwe Scholz, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Rat zu dem Fakt, dass es eine Neuausschreibung der Arbeiten gibt und die Stadt damit in eine bessere Position kommt. Seine Partei sei völlig unaufgeregt in der Angelegenheit, weil „wir voll im Zeitplan liegen.“ Er selbst sei sehr optimistisch, sogar den Termin der ins Auge gefassten Eröffnung des Bauwerks Ende 2013 nach wie vor zu schaffen. Es sei einfach wichtig, dass in guter Qualität gebaut werde. „Für die CDU ist zurzeit einfach noch alles voll im grünen Bereich.“

Oliver Held, Fraktionssprecher von Bündnis 90/Die Grünen, sieht ebenfalls keinen Grund zur Sorge. „Unseres Erachtens nach geht es weitestgehend planmäßig weiter“, sagte er auf Anfrage. Natürlich komme es jetzt augenscheinlich zu kleinen Verzögerungen, „aber das ist für uns Grüne kein Grund zur Panik.“

Ulrich Biroth, Sozialdemokratische Arbeitsgemeinschaft, nahm nicht an der Ratssitzung teil. Er befindet sich in Urlaub. Dort, von unserer Zeitung via Telefon befragt: „Gut, dass es Internet gibt. Ich habe alle neue Informationen in dieser Angelegenheit der Plattform come-on.de des Altenaer Kreisblattes entnommen.“ Er stecke aber nicht im Stoff. „Deshalb kann und möchte ich zur neuen Entwicklung zurzeit auch nichts sagen.“

„Alles wird schon werden“, so bewertet Bernhard Diel, Sprecher der FDP, die neue Situation. Seine Partei, aber auch er persönlich, „werden das ganze sehr ruhig angehen.“ Weil sich vermutlich nicht viele Bauunternehmen an der ersten Ausschreibung beteiligt hätten, geht er jetzt davon aus, dass Stadtverwaltung und Bauleitung ohne Zeitdruck gute neue Gespräche und Verhandlungen mit potenziellen Baufirmen führen können.

„Die SPD–Fraktion war erst einmal schockiert über die Nachricht, dass nach dem Eingang der Angebote für die Erstellung des Burgaufzugs das Planungsvolumen um ein bis 1.4 Millionen Euro überschritten wurde“, sagt am Tag nach der Sitzung Fraktionschefin Irmgard Ibrom. Neue Überlegungen hätten aber zu neuen Lösungen geführt, die ohne ein Antasten des eigentlichen Projektes Erlebnisaufzug sogar noch kostengünstigere Möglichkeiten böten.

Fragen, warum man diese Lösungen nicht bereits bei der Erstplanung entwickelte, seien aber für die SPD „Schnee von gestern.“ Ibrom: „Nun wird neu ausgeschrieben und das lässt jetzt ganz andere Verhandlungen zu. Wichtig ist für uns Sozialdemokraten die Einhaltung des Planungsvolumens.“

Die SPD sei zuversichtlich, „dass die Generalplaner mit Unterstützung der städtischen Crew das Projekt Burgaufzug außer einer zeitlichen Verzögerung zum Erfolg führen.“ ▪ Johannes Bonnekoh

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