Wohnhaus Jahnstraße 34 vorerst unbewohnbar

Spraydose explodiert - Verpuffung reißt in Altena Kellerwände ein

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Mit der großen Drehleiter war die Feuerwehr in der Dienstagnacht (11. Oktober) im Einsatz.

Altena - Beim Hantieren mit Farben und Lacken und dem Arbeiten mit einer offenbar zuvor mit einem Fön erhitzten Spraydose kam es am späten Dienstag, 11. Oktober,  gegen 23.02 Uhr zu einer großen Verpuffung in einem Wohnhaus an der Jahnstraße 34.

Wie Zeugen übereinstimmend sagten, war ein 31-jähriger Mitbewohner des Sechs-Personen-Wohnhauses in seiner Hobbywerkstatt tätig, als es plötzlich einen „Knall gab, als wenn ein Auto in eine Hausmauer gerast wäre.“ Glück im Unglück: Der Mann kam mit dem Schrecken davon, verletzte sich nicht, weil er kurz vor der verheerenden Verpuffung seinen Hobby-Kellerraum verlassen hatte. Vermutlich hat ihn dieser Umstand das Leben gerettet.

Michael Sonntag versiegelte als Ordnungsamtsmitarbeiter das Haus.

Die Wucht der Verpuffung riss nach Angaben von Wehrchef Alexander Grass ein „mindestens vier mal drei Meter großes Loch“ in eine Ziegel-Kellerwand und sprengte sie regelrecht weg. Dabei handelte es sich aber um keine tragende Wand. Doch auch eine solche wurde schwer beschädigt, zeigt Risse bis ins Erd- und Obergeschoss des Hauses, die sogar von außen gut sichtbar sind Durch die Explosion wurde eine Zwischentür aus der Verankerung gerissen. Der Sachschaden beträgt mehrere tausend Euro.

„Wir haben sofort gehandelt, alle Bewohner evakuiert und das Haus versiegelt. Das Gebäude musste gesperrt werden, darf vorerst nicht betreten werden“, sagte auf Anfrage Michael Sonntag vom Ordnungsamt. Alle Hausbewohner – darunter auch eine beinamputierte Frau – wurden noch in der Unglücksnacht in der benachbarten Grundschule Altena im Mühlendorf vorübergehend betreut und versorgt. Das Ordnungsamt organisierte für sechs der sieben Hausbewohner eine Unterkunft in einem Hotel. Eine Bewohnerin konnte bei Verwandten unterkommen.

Amtliche Siegel an Haustür und Terrassen-Hintereingang verbieten ein Betreten des Hauses.

Neben Vertretern von Feuerwehr, Versicherung und Ordnungsamt warn auch ein Brandexperte der Polizei aus Lüdenscheid vor Ort und sah sich um. Ein Statiker muss erst zu Rate gezogen werden, ob das Haus überhaupt wieder bezogen werden kann. Es wurde in den 1950er Jahren gebaut. Eigentümer Andreas Figge bemüht sich um eine schnelle Klärung aller Umstände, damit seine Mieter möglichst bald Klarheit haben werden. Er selbst – aber auch die Mieter – waren beim Behördentermin gestern Mittag zugegen. „Wir haben seit Dienstagnacht kein Auge mehr zugetan“, sagte ein Mann. „Schrecklich. Wir haben nur das, was wir am Leibe tragen. Es muss jetzt ganz schnell etwas passieren.“

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