Bau einer Lärmschutzwand

Vermessungen am Bahndamm: Vorbereitungen für 5,6-Millionen-Euro-Projekt laufen

Vermessungen am Bahndamm: Es sind Vorarbeiten für den Bau der Lärmschutzwand, der im Juni in Altena beginnen soll.
+
Vermessungen am Bahndamm: Es sind Vorarbeiten für den Bau der Lärmschutzwand, der im Juni in Altena beginnen soll.

Aufmerksame Passanten haben es vielleicht gesehen: Am Bahndamm sind in den vergangenen Tagen Arbeitertrupps im Einsatz gewesen. Sie nahmen Vermessungen vor. Es war eines der ersten sichtbaren Zeichen für ein Großprojekt der Deutschen Bahn, das im Juni startet.

Altena – Die Mitarbeiter nahmen Messungen mit speziellen Geräten vor. Auf Anfrage bestätigte ein Sprecher der Deutsche Bahn Netz AG, dass es sich dabei um Vorbereitungen für den Bau der neuen Lärmschutzwand handelte.

„Der Baubeginn ist offiziell im Juni, die Hauptarbeiten starten im September“, so der Sprecher der DB Netz. Fertiggestellt werden soll das Projekt nach dem jüngsten Informationsstand bis Dezember dieses Jahres. Über drei Kilometer lang werden die Wände, die rechts und links der Bahngleise in verschiedenen Höhen entstehen. Sie geplante Gesamtlänge liegt bei exakt 3132 Metern. Kosten soll der Bau rund 5,6 Millionen Euro.

Ziel dieser Investition ist es, die Altenaer und besonders die Anwohner an der Bahnstrecke vor dem Zuglärm zu schützen. Ein daraus folgender Effekt könnte sein, dass der Wohnwert in der Stadt wieder steigt.

Mehr als ein Jahr ist inzwischen vergangen, seit Projektleiter Andreas Tecklenburg und seine Kollegin Sabrina Reinecke in der Burg Holtzbrinck die Planungen vorgestellt haben. Die Reaktionen der Bürger waren dabei durchwachsen. Manche befürchteten, dass die Lärmschutzwand optisch das Stadtbild zerschneiden könnte. Größtenteils trafen die Pläne aber auf Zuspruch.

Die Deutsche Bahn hatte dann einen Antrag auf Baugenehmigung gestellt, der noch 2020 positiv beschieden wurde. Ob es nach der Vorstellung 2019 noch Anpassungen der Pläne gab, ist allerdings nicht bekannt. Darüber schweigt die DB bislang. Genauso über den genauen Zeitplan und den Ablauf der Arbeiten.

Klar ist: Der Bau mehrerer Schallschutzwände entlang der Zugstrecke ist wohl die am meisten Aufsehen erregende Maßnahme, die die Planungen von 2019 beeinhalten. Die Wände absorbieren den Schall, der von den Zügen ausgeht, fangen den Lärm also ein und lassen ihn nicht wieder frei. Auf diese Weise soll der Schallpegel von 60 auf 50 Dezibel reduziert werden. „Man darf sich aber von den Zahlen nicht irreführen lassen“, betonte damals Projektleiter Andreas Tecklenburg. Zehn Dezibel weniger entsprächen in der menschlichen Wahrnehmung etwa einer Halbierung des Lärms.

Zwischen einem und drei Metern hoch sollen die Wände werden. Im Innenstadtbereich, von der Mittleren Brücke bis zur Fritz-Berg-Brücke, war eine Höhe von einem Meter ab der Gleisoberkante vorgesehen. „Diese Höhe wurde geplant, um das Stadtbild nicht zu zerschneiden“, betonte Sabrina Reinecke, dass optische Aspekte berücksichtigt wurden.

Damit sich die Elemente noch besser in das Bild der Burgstadt fügen, hatte die Bahn damals besonders gestaltete Schallschutzelemente vorgestellt. Es handelt sich um eine Ausführung in Bruchstein-Optik, die sich am Erscheinungsbild der Burg orientieren könnte. Ob und in welchen Bereichen diese Variante zum Einsatz kommt, ist nicht klar.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare