Mit dreister Führerscheinfälschung unterwegs

Verkehrsunfall wird für 23-Jährigen teuer

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Unabhängigkeit der Justiz - Justitia

Er hatte keinen Führerschein und baute auch noch einen Unfall. Doch was die  Polizei dann erlebte, war ein Fall für's Gericht. Der vorgezeigte "Lappen" war gefälscht - das Auto hatte keine Fahrerlaubnis.

Altena  Teuer wurde eine Fahrt ohne Fahrerlaubnis für einen 22-jährigen Angeklagten: Am 8. März verursachte er auf dem Giershagener Weg einen Verkehrsunfall. Den Polizisten präsentierte er eine polnische Fahrerlaubnis, die sich als totale Fälschung herausstellte. Im Amtsgericht musste er sich deshalb nicht nur wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, sondern auch wegen einer Urkundenfälschung verantworten, die letztlich stärker zu Buche schlug als die Fahrt ohne Führerschein. „Ich bekenne mich schuldig“, gestand der Angeklagte vollmundig seine Taten. „Sie dürfen nicht nur nicht fahren, Sie können es auch nicht, wie der Unfall zeigt“, mahnte Richter Dirk Reckschmidt. Denn der Angeklagte hatte seine Fahrerlaubnis nicht etwa verloren, sondern noch nie erworben. Die nun verhängte Geldstrafe von 2925 Euro (65 Tagessätze zu je 45 Euro) hätte er besser in Fahrstunden investieren sollen. Ob er die sechsmonatige Sperre für die Erteilung einer Fahrerlaubnis nutzen könne, um seinen Führerscheinerwerb in einer Fahrschule vorzubereiten, wollte der 22-Jährige zum Abschied wissen. Richter und Staatsanwalt rieten zunächst zu einem Gespräch mit der Straßenverkehrsbehörde.

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