Übers Ziel hinausgeschossen

Verkehrsregelung beim Winterspektakulum sorgt für böses Blut

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Frank Walther, Leiter des Ordnungsamtes.

Altena - Nach dem Winterspektakulum auf der Burg Altena gab es Kritik an der Verkehrsführung. Selbst Anlieger kamen offenbar nicht durch.

Im Internet lese sich das schlimmer, als es in Wirklichkeit gewesen sei, sagte Frank Walther in der Ratssitzung. Dass es anfangs einige Probleme mit der Verkehrsführung beim Mittelalterspektakulum am Wochenende auf der Burg gegeben hat, das räumte der neue Leiter des Ordnungsamtes allerdings ein.

Wie immer bei Großveranstaltungen auf der Burg waren Thomée- und Klusenstraße gesperrt. Offenbar agierte der für die Verkehrsregelung eingesetzte Ordnungsdienst anfangs nach dem Motto „hier kommt keiner durch“: Selbst Anliegern, die an der Freiheitsstraße eine Garage haben, sei an der Auffahrt vom Langen Kamp die Durchfahrt verwehrt worden, ganz zu schweigen von Anliegern der Thoméestraße – noch nicht einmal zum Be- und Entladen durften sie vor ihre Häuser fahren. Das schildern Betroffene in sozialen Netzwerken.

Selbst Behinderte seien nicht durchgelassen worden. Das sorgte vor allem am Freitagabend für böses Blut, selbst die Polizei musste anrücken, um aufgebrachte Autofahrer zu beruhigen. Auch das Ordnungsamt wurde gerufen, um den offenbar nicht gut instruierten Mitarbeitern des Ordnungsdienstes zu erklären, was geht und was nicht. Natürlich wurde bei Facebook und anderswo die Stadt in die Pflicht genommen – die aber war es gar nicht.

Feuerspiel, Musik und Familienunterhaltung

Veranstalter des Spektakulums war der Märkische Kreis. Der hatte im Vorfeld die Sperrung der Zufahrtsstraßen zur Burg beantragt, was die Stadt auch genehmigte. Damit sei auch die Auflage verbunden gewesen, die Öffentlichkeit zu informieren – und das sei offenbar nicht optimal gelaufen, erkannte Walther.

 Der Kreis beließ es nämlich bei einem kurzen Hinweis in einem für die Veranstaltung werbenden Pressetext. Dass es auch anders und besser geht, beweist die Stadt selbst in jedem Sommer beim Mittelaltermarkt: In der Woche vor diesem Großereignis werden an alle in der Innenstadt parkenden Fahrzeug Flyer gesteckt, die auf die Sperrungen hinweisen. Den Anliegern mit privaten Stellplätzen werden Parkausweise ausgehändigt, mit denen sie kostenfrei an für sie reservierten Stellen parken können – dass sie massive Probleme hatten, ihr Auto abzustellen, war für die Anwohner der Thoméestraße am Wochenende ebenfalls ein großes Thema.

„Es tut uns leid, dass es so gekommen ist“, sagte Walther und versprach, dass die Auflagen bei kommenden Genehmigungen konkretisiert würden. Auch auf der Stadt-Homepage sollte dann informiert werden, regte Bürgermeister Hollstein an. Auf viele Sperrungen wird auf www.altena.de hingewiesen, aber nicht auf die am vergangenen Wochenende.

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