ABG verkauft Häuser am Halsknopf: Das müssen die Mieter wissen

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Besitzerwechsel: Hartmut Boeckler von der Lietmeyer Immobilien, dem neuen Besitzer, trifft sich mit ABG-Vorstand Joachim Effertz und Kundenbetreuer Stefan Bartsch am Halsknopf.

Altena – Die Baugesellschaft hat 27 Wohnungen am Halsknopf an ein Immobilienunternehmen verkauft. Die Firma will sofort mit der Sanierung beginnen. 

Die Altenaer Baugesellschaft (ABG) hat wieder eine größere Anzahl von Wohnungen verkauft. 27 Einheiten sind an die Firma Lietmeyer Immobilien mit Sitz in Hildesheim gegangen. Es handelt sich um sechs Häuser am Halsknopf 16 bis 26, zweifellos mit schöner Aussicht auf das Lennetal und ruhig gelegen. 

Doch von den 27 Wohnungen – die Wohnfläche beträgt insgesamt rund 1700 Quadratmeter – steht ein Drittel derzeit leer. Und es gibt massiven Sanierungsbedarf, berichtet ABG-Vorstand Joachim Effertz. 

Dächer, Fassaden, Innenbereich: Ein Aufwand, den die ABG laut Effertz derzeit kaum leisten könnte, da weitere große Sanierungsprojekte in anderen Quartieren der ABG anstehen. 

Neue Fassaden und Kernsanierung

Hartmut Boeckler, Büroleiter der Lietmeyer Immobilien, kündigte einen raschen Start der Sanierungen an. „Am liebsten fangen wir damit am Tag der Übergabe an.“ Es gehe um eine „Revitalisierung“ der Objekte, wozu neben einer Kernsanierung auch Fassadenarbeiten gehören sollen.

Die ersten Arbeiten sollen in der kommenden Woche beginnen. Zum 1. September möchte der neue Besitzer bereits mit der Vermietung der derzeit leer stehenden Wohnungen beginnen.

Mietverträge laufen weiter

Was bedeutet die Übernahme für die Mieter am Halsknopf? „Die Firma hat Interesse an den Bestandsmietern“, betont Effertz. Es gelte der Grundsatz „Kauf bricht nicht Miete.“ Heißt: Der neue Eigentümer übernimmt die laufenden Mietverträge, mit steigenden Mieten müssen die Bewohner nicht rechnen. 

Die Kaltmieten in den verkauften Häusern liegen derzeit zwischen 3,50 und fünf Euro pro Quadratmeter. Um etwaige Mieterhöhungen sollten sich die Mieter auch für die Zukunft keine Gedanken machen. Lietmeyer-Sprecher Boeckler betont, dass es sich bei den geplanten Modernisierungen nicht um eine energetische Sanierung handele, die zu Erhöhungen berechtige. 

Geld aus Verkauf fließt in andere Wohnungen

Über die Höhe des Kaufpreises für die Wohnungen am Halsknopf haben beide Parteien Stillschweigen vereinbart. Der ABG-Vorstand sagte, der Erlös aus dem Verkauf würde in die Sanierung von ABG-Wohnungen fließen.

Rund 80 Wohnungen sollen in diesem Jahr modernisiert werden, überwiegend in den großen Siedlungen am Breitenhagen, am Pragpaul und am Knerling. 

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