Gespräche in der heißen Phase

Die Verhandlungen über die Zukunft des Stapelsenters sind jetzt offenbar sehr konkret geworden.

Altena -  Offenbar ist hinsichtlich der Stapelcenter-Immobilie weiterhin Bewegung im Spiel. Konkrete Informationen zur Frage eines möglichen Eigentümer-Wechsels aber gibt es noch nicht.

So hielten sich am Montag auf Anfrage Sprecher der beteiligten Parteien zurück. Beim Verwalter der Immobilie, der Firma van Boekel Dinvest in Oberbarmin, hieß es „kein Kommtar“. Es sei „bis zum Abschluss der Gespräche Stillschweigen vereinbart“, sagte Geschäftsführer Peter Brückner. Daraus lässt sich zumindest der Rückschluss ziehen, dass man in Oberbarnim oder anderswo zu eben diesen Gesprächen an einem Tisch sitzt.

Dennoch gibt es bereits jetzt handfeste Neuigkeiten. Das geht aus dem hervor, was Thomas Glodek zur Sache sagt. Glodek ist für die Düsseldorfer Immobilienspezialisten Aengevelt GmbH damit befasst, die Vermarktung der größten innerstädtischen Immobilie über die Bühne zu bringen. Glodek sagt zum Stand der Dinge: „Es laufen die Abschlussverhandlungen.“ Anfang Juli werde man wohl Vollzug melden können. Es habe sich gezeigt, dass Verhandlungen in Immobilienfragen und mit Investoren eben nicht immer ganz glatt und nach Wunsch verlaufen. „Diese Dinge können sich verzögern.“ Details oder Namen mochte Glodek gleichwohl noch nicht nennen. „Da muss wirklich erst die Tinte unter den Verträgen trocken sein.“ Der zukünftige Eigentümer sei auch bereits in Gesprächen mit den Mietern der Wohnungen im Gebäudekomplex.

Darüber hinaus gibt es eine ganz konkrete Information zu einer künftigen Neuansiedlung im Stapelcenter: „Es wird ein Drogeriemarkt kommen.“ Das könne nach dem derzeitigen Stand als sicher gelten.

Rückblende auf den Januar: Mehrere „potente Projektentwickler“ hätten Interesse an dem Wohn- und Geschäftskomplex, berichtete Glodek damals. Geplant sei in jedem Fall eine umfassende Neukonzeption, die in enger Abstimmung mit der Stadt erfolgen werde.

Das Stapelcenter gehörte zuletzt einer niederländischen Investorengruppe, die für ihr Projekt vor einigen Jahren Insolvenz anmeldete. Damit landete es zum zweiten Mal in der Zwangsverwaltung. Das Objekt hat eine Fläche von insgesamt 17 000 Quadratmetern und wurde 2001 umfassend saniert und umgebaut. Hauptmieter ist seitdem die Rewe-Gruppe mit dem Toom-Markt. - Von Thomas Keim

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