Frische Adaption mit Lokalkolorit von „Der Widerspenstigen Zähmung“

Verführung der Killer-Emanze am Burggymnasium

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Die Verehrer der schönen Bianca müssen ein Ablenkungsmanöver starten, um ihre streberhafte Schwester an den Mann zu bringen. Der Coole von der Schule mit zweifelhaftem Ruf muss aushelfen.

Altena - Shakespeare nannte es „Der Widerspenstigen Zähmung“, Gil Junger adaptierte 1999 daraus den Leinwanderfolg „10 Dinge, die ich an dir hasse“. Der zweite Literaturkurs der Jahrgangsstufe 11 am Burggymnasium setzte am Donnerstag noch einen drauf: „13 Dinge, die ich an dir hasse“ spielt im Jahr 2017 und in Altena.

Ja, die Kat aus dem Jahr 2017 ist eine wahre Killer-Emanze. Nerdig, streberhaft und mit wenig Einfühlungsvermögen ausgestattet, pflegt sie ihr Image als Kratzbürste mit großer Leidenschaft. 

Ausgeh-Verbot

Ganz anders als ihre Schwester Bianca, die kontaktfreudig ist und sich vor Avancen nicht retten kann. Ausgehen darf sie aber mit keinem Verehrer, bis nicht ihre Schwester ihr erstes Date hatte... 

Weil es großer Tricksereien bedarf, bedienen sich die Mitschüler einer List. Einer am Burggymnasium tut alles für Geld – auch die Verführung der Widerspenstigen nimmt er im Austausch für ein paar Scheinchen gern in die Hand und kann die unfaire Kat sogar knacken mit verführerischem Charme. 

Killer-Emanze Kat (l.) hält von herzlichen sozialen Kontakten wenig. Darunter leidet auch ihre beste Freundin.

Bei Bianca indes punktet nicht ihr Herzensmann. Sie lässt sich blenden von einem der coolen Kerle aus der „Markaner-Clique“ und bleibt traurig zurück, nachdem ihre oberflächlichen Freundinnen nach der Oberstufenfete noch im Ko abhängen wollen... 

Liebenswert-cooles Laienensemble

Nicht nur jener Lokalkolorit hat die frische Shakespeare-Adaption zu einem vergnüglichen Theaterabend im Burggymnasium gedeihen lassen. Zu sehen war ein liebenswert-cooles Laienensemble, dem das Publikum gern spontanen Zwischenapplaus spendierte. 

Einstudiert hatte Sabina Fischer das Stück mit dem zweiten Literaturkurs der Q1. Erst Mittwoch hatten die Mitschüler aus der Jahrgangsstufe das Stück „Keine Freunde? – Keine Feinde!“ aufgeführt. 

„13 Dinge, die ich an dir hasse“ erwies sich als etwas umfangreicher und aufweniger inszeniert, diesmal wurde dem (weitaus größeren) Publikum vor Vorstellungsbeginn auch Live-Musik durch die Schülerband „Ölspur“ geboten. 

Die jungen Leute ließen den Hut zur Finanzierung der Abiturfeierlichkeiten umgehen. Im nächsten Jahr sind sie mit der Schule fertig.

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