Verfilmung von „Unsere wunderbaren Jahre“ / Drehbeginn im März

Peter Prange spielt den eigenen Großvater

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Autor Peter Prange hat mit „Unsere wunderbaren Jahre“ seinen zwölften Roman vorgelegt. Er hat mehr als 1000 Seiten. Jetzt wird der erste Teil des Buches für einen Fernseh-Dreiteiler verfilmt, der in der ARD ausgestrahlt werden soll.

Altena  -  Die Freude ist Peter Prange deutlich anzumerken: Jetzt steht fest, dass die Realisierung des ARD-Fernsehprojektes „Unsere wunderbaren Jahren“ gesichert ist.

Der heute bei Tübingen lebende Autor ist gebürtiger Altenaer. Er beteuert die Liebe zu seiner Geburtsstadt und macht aus seiner Freude über das bevorstehende Projekt keinen Hehl. Die Filmförderung NRW hatte jüngst mitgeteilt, dass für das Vorhaben 1,5 Millionen Euro bereitgestellt werden. Als eine der Hauptdarstellerinnen steht Katja Riemann fest. Sie soll als „Christel“ die Mutter jener drei Töchter spielen, um die es in dem Roman geht. Auch Peter Pranges Mutter trug diesen Namen. „Beim Schreiben“, berichtet der Autor, „hat die Figur immer mehr die Züge meiner Mutter angenommen.“ Ein schöner Clou am Rande: Prange selbst wird auch in den Film zu sehen sein. Die Verfilmung sieht der Autor als etwas „Besonderes und Großes“. Das freue ihn natürlich als Autor, aber ausdrücklich auch für seine Heimatstadt. Neben der Burgstadt werde es weitere Drehorte in Tschechien, aber auch in Italien für eine Hochzeitsszene geben. Die Dreharbeiten sollen im März nächsten Jahres beginnen; die Ausstrahlung ist für den Winter 2019/2020 vorgesehen.

Schauspielerin Katja Riemann ist besetzt für die Rolle von Christel Prange, die ihr Sohn als „herzensgut“ beschreibt.

Zur Besetzungsliste sagt der Schriftsteller: „Das ist ein sehr guter Cast. Da werden Entdeckungen dabei sein.“ Auch die jüngeren Darsteller im Team seien nämlich „allererste Klasse.“ Filmproduzent Benjamin Benedict habe sich zwei Jahre lang für das Projekt eingesetzt, berichtet Peter Prange. Benedict hat im deutschen Filmgeschäft im Übrigen einen sehr guten Namen. Er produzierte unter anderem „Bornholmer Straße“, „Kudamm 56“, den Mehrteiler „Unsere Mütter, unsere Väter“, aber auch die Literaturverfilmung „Der Turm“ und die Mini-Serie „Charité“. Er wurde zwei Mal mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. Sein Name steht auch für die Kriminalverfilmungen „Donna Leon“. Benedict ist seit 2016 Mitglied der Geschäftsführung der „UFA Fiction“ in Potsdam und dort verantwortlich für den Bereich „High End Drama“. In der Verfilmung des Altena-Romans soll es – zunächst – um den ersten Teil des Werkes gehen, berichtet Peter Prange. Darin werden die Jahre zwischen 1948 und 1953 behandelt, also die unmittelbare Nachkriegszeit mit der Einführung der Deutschen Mark und der vorsichtige Übergang in die „Wirtschaftswunderjahre.“ Die Geschichte Altenas ist selbstverständlich Gegenstand jener Kapitel. Die Planung der ARD-Verfilmung sieht drei Teile mit einer Dauer von jeweils 90 Minuten vor. Worauf Peter Prange stolz ist: „Altena wird in diesen Filmen nicht nur Kulisse sein, sondern unmittelbar Gegenstand der Handlung.“ Das Buch sei „ein Deutschland-Roman, der in meiner Heimatstadt spielt.“ Die kennt Prange natürlich wie seine Westentasche. Nach in Frage kommenden Drehorten habe er sich als „Locationscout“ bereits „heimlich“ umgesehen, verriet der Erfolgsautor schon im März. Begleitet wurde er dabei von Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein. „Daraus hat sich mittlerweile eine Duz-Freundschaft ergeben.“ Die Lutherkirche dürfte wohl ein Drehort werden, aber man war auch in der ehemaligen Firma Dahlmann, einer früheren Messinggießerei. Hollstein freut sich über eine „große Außenwirkung für die Stadt“. Die Ausstrahlung werde sicherlich auch für den Tourismus eine Rolle spielen. Auch Regisseur Elmar Fischer habe sich schon inkognito in der Burgstadt umgesehen und sich sehr intensiv mit dem Roman beschäftigt, so der Schriftsteller.

Dreharbeiten in der Lennestraße 2014. Im Hintergrund ist Darsteller Sebastian Hülk zu sehen.

Viele werden sich erinnern: Im Herbst 2014 hatte es in der Burgstadt Dreharbeiten für den Kinofilm „Auf einmal“ gegeben. An 35 Drehtagen spielten Julia Jentsch und Sebastian Hülk ein Drama um einschneidende Veränderungen im Leben der Filmfigur „Karsten“. „Unsere wunderbaren Jahre“ ist der zwölfte Roman des Schriftstellers. Er hat über Weltstädte wie London und Paris geschrieben und ist dabei mit je 500 Seiten ausgekommen. „Für Altena aber“, sagt Peter Prange, „ging es nicht unter 1000 Seiten.“ Ein schöner Einfall: Der Autor wird eine kleine Gastrolle bekommen, wie das seinerzeit auch Alfred Hitchcock gerne pflegte – Prange spielt seinen eigenen Großvater Joseph. Die Szene wird vielleicht im elterlichen Haus an der Freiheitstraße 9 angesiedelt – „da hatten wir unser Bettengeschäft“ – oder aber auf dem Schützenfest spielen. So oder so – Altena darf gespannt sein!

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