Verdeckte Messungen

Lenneufer: Stadt hat Raser auf dem Radar

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14 Tage lang wird geprüft, wie viel Verkehr auf der Lennepromenade unterwegs ist – und vor allem, wie schnell hier gefahren wird.

Man muss keine radar-geeichten Augen haben, um es zu beobachten: Es gibt eine Menge Auto- und Motorradfahrer, die sich entlang der Lenneuferstraße und der Lennepromenade nicht an das Tempolimit von 30 Stundenkilometer halten. Für Raser wird es nun aber gefährlich, denn es laufen verdeckte Messungen.

Altena – Besonders häufig lassen sich Tempoverstöße zwischen dem Kreisverkehr am Markaner und etwas oberhalb der Einmündung Marktstraße beobachten. Jetzt laufen stationäre Tempomessungen. Das Ordnungsamt hat zwei Messtafeln anbringen lassen. Eine befindet sich in Höhe der unteren Lenneterrasse, die andere im Bereich der Bushaltestelle an der Mittleren Brücke.

Das Messgerät am Lennekai erfasst den Verkehr in Richtung Küstersort, dass südlich gelegene hat den Verkehr in Richtung Linscheid im Blick. Rund 14 Tage, so Ordnungsamtsleiterin Ulrike Anweiler, wird man die Fahrer nun mit Blick auf deren Bleifuß-Verhalten überprüfen. 14 Tage sollen die Messungen andauern. Anlass der Geschwindigkeitskontrollen sind zum einen Beschwerden von Anwohnern, dass in diesem Bereich zu schnell gefahren wird.

Zum anderen hatten die Grünen in der Ratssitzung im Mai einen Antrag vorgelegt, für diesen Bereich weitere verkehrsberuhigende Maßnahmen zu prüfen. „Die Tempo-30-Zone reicht aus unserer Sicht nicht aus“, hatte Fraktionschef Oliver Held argumentiert. Den zahlreichen Fußgängern müsse ein „leichter und sicherer Übergang“ ermöglicht werden.

Verdeckte Messung: Das Gerät registriert die Geschwindigkeit, zeigt sie aber nicht an.

Viel Fußgängerverkehr gibt es naturgemäß im Bereich der beiden Terrassen, aber auch an den mit blauem Plexiglas versehenen „Toren“ zur Innenstadt. Um hier tätig zu werden, gelte es nun, „belastbare Daten“ zu sammeln, sagt Ordnungsamtsleiterin Ulrike Anweiler. Man wolle zum einen wissen, wie viel Verkehr tatsächlich auf der Straße unterwegs ist, zum anderen aber auch, wie groß der Anteil jener Fahrer ist, die mit Bleifuß unterwegs sind.

Die Lennepromenade, so die Grünen, sei „zu einem deutlichen Anziehungspunkt für Touristen und Einwohner geworden, die sowohl die Lenneuferstraße als auch die Lennestraße in der Innenstadt nutzen“, schrieben die Grünen in ihrem Antrag. Probleme sehen sie vor allem an den Übergängen: Sie seien zwar durch die „Torbögen“ aus Cortenstahl markant gestaltet, es fehle jedoch jegliche Verkehrsberuhigung. – „Die Tempo-30-Zone reicht aus unserer Sicht hier nicht aus“, heißt es verstärkend in der Begründung zu dem Antrag.

Konkret fordern die Grünen, dass die Verwaltung für den Bereich zwischen Lennekai und Küstersort weitergehende Formen der Verkehrsberuhigung untersuchen soll. Ergebnisse hatte man sich bis nach dem Wortlaut des Antrags bis August erhofft.

Das könnten sein:

- ein verkehrsberuhigter Bereich oder eine Spielstraße
- eine „Spielstraße auf Zeit“, die temporär gesperrt wäre (zum Beispiel am Wochenende oder zu bestimmten Uhrzeiten)
- Zebrastreifen oder Aufpflasterungen an den markanten „Toren in die Stadt“
- denkbar wäre auch ein „verkehrsberuhigter Geschäftsbereich“ in Form einer Tempo-20-Zone

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