Verdächtige Päckchen auf dem Aldi-Parkplatz

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Die Feuerwehrmänner und -frauen mussten nach dem Einsatz abgeduscht werden. ▪

ALTENA ▪ Ein Spaziergänger hat am Samstagmorgen ent auf dem Aldi-Parkplatz an der Bahnhofstraße mehrere auffällige Päckchen mit der Aufschrift „giftig“ und „Arsen“ entdeckt und die Feuerwehr informiert. Das war zwar kein Ernstfall, aber eine sehr ernst zu nehmende ABC-Übung der Feuerwehr Altena, zu der Oberbrandmeister und Zugführer des ABC-Zuges, Franco Cali, aufgerufen hatte.

Die Abkürzung ABC steht bei der Feuerwehr für atomar, biologisch und chemisch. Sollten also Gefahrengüter dieser Art bei einem Unfall austreten oder gefunden werden, werde der ABC-Zug hinzugezogen, so Cali. Rund 30 Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen aus allen Löschgruppen der Altenaer Wehr und der Werksfeuerwehr VDM beteiligten sich an dieser Übung. Mindestens so viele Einsatzkräfte werden benötigt, um in nur 15 Minuten den benötigten Dekontaminationsplatz einzurichten. Dazu gehören unter anderem der Aufbau eines beheizten Schnellaufbauzeltes und das Anlegen von Vollschutzanzügen und Kontaminationsschutzanzügen. Dass das Anlegen dieser Schutzanzüge gar nicht so einfach ist und durchaus die Hilfe mehrerer Helfer in Anspruch nimmt, erfuhren am Samstag vier Feuerwehrleute am einenen Leib.

Neben den Fahrzeugen die mit der entsprechenden Ausrüstung ausgestattet sind waren auch Löschfahrzeuge, Drehleiter und der Einsatzleitwagen vor Ort. Der mit Computern ausgestattete Einsatzleitwagen informiert die Einsatzkräfte über Funk darüber, um welche Gefahrengüter es sich handelt, welche Eigenschaften sie haben und wie damit umzugehen ist. In diesem Fall wurden die gefundenen Päckchen, die Bleisulfat und Arsensäure enthielten, in Edelstahlfässern zur Entsorgung sichergestellt wurde.

Im Anschluss an die Sicherstellung wurden die Einsatzkräfte in den Kontaminationsschützanzügen auf dem Dekontaminationsplatz von weiteren Einsatzkräften in Vollschutzanzügen gereinigt und die sichergestellten Gefahrengüter so wie die Schutzkleidung und alle weiteren möglicherweise kontaminierten Gegenstände sicher verpackt und von einer Spezialfirma zur Reinigung und Entsorgung abgeholt.

Natürlich handelte es sich bei dem Einsatz am Samstag nur um eine Übung, aber für den Ernstfall werden eben rund 40 Einsatzkräfte benötigt. Mit drei Übungen im Jahr wird die Feuerwehr dafür gerüstet, dass im Ernstfall eben alles reibungslos läuft. Im Anschluss an die rund zweistündige ABC-Übung hatte Einsatzleiter Franco Cali noch zur Einsatzbesprechung gebeten. ▪ loe

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