Gaumenfreuden aus der Frühen Neuzeit

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Wünsche auch auf Reisen gut zu speisen! Wohlhabendere Menschen nahmen ihr Teeservice in einem eigens dafür gestalteten Koffer mit. Das galt übrigens auch fürs Besteck. Für die Aktionen auf der Burg steht natürlich alles bereit.

Altena - Mit einigen Leckerbissen warten die Museen des Märkischen Kreises auf Burg Altena und im Deutschen Drahtmuseum im Rahmenprogramm der Sonderausstellung „Bei Tisch – Essen und Trinken in der Frühen Neuzeit“ auf.

Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahlen ist eine frühe Anmeldung unter museen@maerkischer-kreis.de oder unter der Telefonnummer 02352/9667034 ratsam.

Los geht es am 11. Februar von 11 bis 15 Uhr auf Burg Altena mit einem Kochkurs. Roger Kämper, ausgewiesener Kenner der mittelalterlichen Kochkunst, hat sich mit bekannten Kochbüchern des 16. und 17. Jahrhunderts auseinander gesetzt. Für das gemeinsame Kochen am offenen Feuer stellt er ein Menü mit mehreren Gerichten zusammen. Die Teilnehmer lernen schnell und mit viel Spaß, wie aufwendig die Zubereitung einer Mahlzeit in früheren Zeiten war. Gleichzeitig erfahren sie, welche Lebensmittel ab dem 17. Jahrhundert besonders gerne auf den Tisch kamen. Die Kosten für das Seminar betragen 10 Euro plus Lebensmittelumlage pro Person.

Wie man einen Festtags-Igel zubereitet, ist in den Faksimile-Ausgaben der Kochbücher nachzulesen.

Am Samstag, 18. März, ab 15 Uhr bietet Sebastian Benkhofer von der Kaffeerösterei Kaffeekultur aus Lüdenscheid eine exklusive Kaffeeverkostung im Restaurant der Burg Altena an. In der Neuzeit setzten sich Kaffee setzte sich als neues Heißgetränk zunächst beim Adel, bald aber auch in bürgerlichen Haushalten durch. Interessierte können viel über Kaffeeherkunft, -verarbeitung und -historie erfahren und selbst unterschiedliche Spezialitäten probieren. Kaffeekultur ist die einzige Spezialitätenkaffeerösterei im Märkischen Kreis. Die Kosten für die Verkostung betragen fünf Euro pro Person.

Am Thementag „Schokolade“ am Sonntag, 26. März, bereitet Josef Sellmair von 11 bis 18 Uhr Trinkschokolade nach einem Rezept aus dem „allerneuesten Pariser Koch-Buch von 1752“ zu und zeigt, wie sie dem Adel kredenzt wurde. Dazu backt er Waffeln nach einem historischen Rezept. Alle Museumsbesucher dürfen die Köstlichkeiten in der ehemaligen Cafeteria neben dem Sonderausstellungsraum probieren. Es ist nur der Museumseintritt zu leisten. Eine Anmeldung ist für diese Veranstaltung nicht notwendig.

Hochprozentig geht es am 29. April ab 17 Uhr im Burgrestaurant weiter. Ina Bimberg von der traditionsreichen Gutsbrennerei Bimberg Iserlohn bietet eine Verkostung von eigenen Likören und Edelbränden an. Die 1858 gegründete Kornbrennerei wird noch heute als Familienbetrieb geführt und steht unter Denkmalschutz, da sich die technische Einrichtung und die Arbeitsabläufe seitdem kaum geändert haben. Neben dem für Westfalen typischen Korn oder Doppelkorn gehören vor allem Fruchtliköre aus heimischem Wild- und Kulturobst oder gehaltvolle Kräuterliköre zu den Spezialitäten des Hauses. Der Teilnahmebeitrag beläuft sich auf 4 Euro pro Person.

Im Mai dürfen sich einige Mütter zum Muttertag auf selbst gemachte Pralinen freuen. Kinder ab acht Jahren haben am 13. Mai von 15 bis 18 Uhr im Deutschen Drahtmuseum Gelegenheit, das kulinarische Muttertagsgeschenk unter Anleitung selbst herzustellen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

„Bei Tisch“

Es geht um die Anfänge guter Esskultur. Dr. Agnes Zelck hat sich drei Jahre lang für die Konzipierung der Ausstellung „Bei Tisch“ damit beschäftigt. Der Grundstein fürs feine Speisen wurde schließlich schon im 16. bis 18. Jahrhundert gelegt. „Aber nur in Adelskreisen“, berichtet die Kuratorin. Das erfahren die Gäste der neuen Sonderausstellung. Zu sehen sind unter anderem Exponate vom Solinger Klingenmuseum und Stücke aus Privatsammlungen. Die Präsentation läuft bis zum 14. Mai.

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