Veranstaltung der Löschgruppe Drescheid hat einen guten Ruf

Kleiner Flohmarkt, großer Ansturm

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Mit Feuer kennen sich die Mitglieder der Löschgruppe Drescheid aus – auch dann, wenn es unter dem Grillrost lodert.

Altena – Gut zu Fuß musste sein, wer am Maifeiertag den Flohmarkt auf Großendrescheid besuchen wollte: Fast bis zum Radarturm reichte die Schlange der parkenden Autos – ein Besucheransturm, der ein schönes Kompliment war für die Löschgruppe Drescheid als Ausrichter.

Der Flohmarkt wurde vor 22 Jahren von der Dorfgemeinschaft ins Leben gerufen und etablierte sich schnell – „vor allem wegen der tollen Atmosphäre“, sagte eine Standbetreiberin aus Werdohl, die schon seit vielen Jahren dabei ist und sich wie ihre Kollegen auch über gute Geschäfte freute. Insgesamt 55 Händler hatten in diesem Jahr den Weg zum Großendrescheid gefunden – „darunter auch welche, die von Anfang an dabei sind“, berichtete Christian Polte von der Löschgruppe Drescheid, die vor einigen Jahren die Organisation der Veranstaltung übernommen hat. Keine Profis – darauf legen die Veranstalter wert. „Trödeln“ darf auf Großendrescheid nur, wer Keller oder Dachboden entrümpelt hat und Überflüssiges nun loswerden möchte.

Polte: „Unsere Händler kommen aus dem gesamten Märkischen Kreis. Es sind aber auch Leute hier aus dem Dorf dabei“. Zwei Torten aus eigener Herstellung – das ist die Standgebühr, die von den Händlern erwartet wird. Kai Spelsberg verwaltete deshalb mit einigen Helferinnen das größte Kuchenbuffet, das die Stadt am Maifeiertag zu bieten hatte. Das kulinarische Angebot des Drescheid-Trödels ist schon Legende und trägt natürlich maßgeblich zu seinem Erfolg mit bei. Neben der Cafeteria ist da vor allem auch der „Drescheider Dorfteller“ zu nennen – ein imposanter Grillteller mit Steaks und Würstchen. So klingelte nicht nur bei den Händlern, sondern auch bei der Feuerwehr die Kasse. „Was wir brauchen, das zahlt die Stadt“, erklärte Polte. Es gebe aber immer mal Wünsche, die über das unbedingt Notwendige hinausgingen und die so finanziert werden könnten – oft auch im Sinne des Dorfes. So wurde der Erlös des letztjährigen Picknicks für dem Kauf eines Defribilators verwendet. „Bis der Rettungswagen hier oben ist, das dauert“, sagt Polte. Deshalb beließ es die Wehr nicht bei der Anschaffung des Gerätes, sondern entwickelte auch eine App, die inzwischen auf dem Drescheid fast jeder auf dem Handy hat. Damit kann im Notfall Alarm geschlagen werden, damit Feuerwehrleute mit dem lebensrettenden Gerät anrücken. Dafür wurden eigens Feuerwehrleute zum Lehrgang geschickt.

 Übrigens: Obwohl es rund um das kleine Gerätehaus vor Menschen nur so wimmelte, war der Brandschutz jederzeit gesichert. Die Einsatzfahrzeuge parkten außerhalb, innerhalb der Löschgruppe war abgesprochen, wer im Alarmfall ausgerückt wäre. „Das ist aber in den ganzen 22 Jahren nie vorgekommen“, wusste Polte zu berichten.

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