1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Altena

Vandalismus am Wohnmobilstellplatz: Stadt plant Verbesserungen für Camper

Erstellt:

Von: Thomas Bender

Kommentare

Kein Strom mehr fürs Wohnmobil: Die Säule mit den Steckdosen wurde einmal mehr beschädigt.
Kein Strom mehr fürs Wohnmobil: Die Säule mit den Steckdosen wurde einmal mehr beschädigt. © Bender, Thomas

Wieder ‘mal ein Vandalismusschaden an der Stromsäule am Wohnmobilstellplatz an der Sauerlandhalle in Altena: Unbekannte haben sich am sogenannten Münzprüfer zu schaffen gemacht und ihn zerstört.

Das Gerät nimmt jetzt kein Geld mehr an und die Wohnmobilisten können ihre Fahrzeuge nicht mehr anschließen. Auch jetzt im Herbst wird der Stellplatz noch angefahren.

Auf Strom sind die Wohnmobile allerdings nicht zwingend angewiesen. Die meisten haben neben der Starterbatterie noch eine zweite, die den Aufbau zumindest für einige Tage mit Strom versorgen kann. Er wird für die Beleuchtung und die Wasserpumpe benötigt, oft auch für den Fernseher. Geheizt und gekühlt wird in Wohnmobilen mit Gas oder mit Treibstoff.

Neuer Münzprüfer ist bestellt

Eine neuer Münzprüfer sei bestellt, berichtet Melanie Spelsberg, bei der Stadtverwaltung für die Bereiche Tourismus, Marketing und Kultur zuständig. Sie hofft, dass die Stromsäule bald wieder in Betrieb genommen werden kann. Mittelfristig sei aber an Verbesserungen gedacht, berichtet sie: Es gibt an der Sauerlandhalle zwölf Stellplätze, aber nur sechs Steckdosen.

Einen Euro zahlen die Camper für die Kilowattstunde Strom, auch die Nutzung der „Sanistation“ ist gebührenpflichtig. An ihr können die Wohnmobilisten ihre Chemietoiletten entleeren und ihr Tanks mit Frischwasser fühlen.

Das reine Campen ist kostenfrei

Fürs reine Campen nimmt die Stadt kein Geld – das ist inzwischen eher ungewöhnlich, an der Mehrzahl der Wohnmobilstellplätze muss gezahlt werden. Die Fachzeitschrift promobil hat in diesem Monat ein Ranking der beliebtesten Wohnmobilstellplätze in Deutschland veröffentlicht. Dort muss überall bezahlt werden, die Preise liegen zwischen neun und stolzen 32 Euro pro Nacht.

Altena orientiere sich an den kommunalen Stellplätzen in den Nachbarstädten, erklärt Melanie Spelsberg – und die sind bis auf den in Hemer alle kostenfrei. Womöglich stünden auch Ertrag und Aufwand in keinem Verhältnis, meint die Touristikerin. Immerhin müsste für eine Gebühr ein Parkscheinautomat aufgestellt werden und das Ordnungsamt müsste kontrollieren.

Platz vor allem im Sommer recht beliebt

Wie viele Camper den Platz anfahren, wird nicht nachgehalten – es sei aber sichtbar, dass er vor allem im Sommer recht beliebt sei, meint Spelsberg. Manchmal sind alle zwölf Plätze belegt. Tatsächlich gibt es viele Anzeichen dafür, dass Campingurlaube immer beliebter werden. So hat das statistische Landesamt ermittelt, dass die Zahl der in NRW zugelassenen Wohnmobile von 2020 bis Anfang 2022 um fast 30 Prozent gestiegen ist.

Jeden Abend die wichtigsten Nachrichten des Tages von come-on.de per E-Mail. Abonnieren Sie kostenlos unseren Newsletter.

Zur Anmeldung

Auch interessant

Kommentare