Am Montag am Rande der Hauptausschuss-Sitzung

Urteil nach Messerattacke: Hollsteins Entscheidung in Sachen Revision steht

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Andreas Hollstein legt nach dem Urteil des Hagener Landgerichts keine Rechtsmittel ein.

[Update 17.39 Uhr] Altena - Das Urteil nach der Messerattacke auf Altenas Bürgermeister Andreas Hollstein wird nicht angefochten und damit am Montag um Mitternacht rechtskräftig. Weder die Staatsanwaltschaft noch Hollstein selbst werden Rechtsmittel gegen das Urteil des Hagener Landgerichts einlegen, wie Hollstein am Montagnachmittag sagte.

Der Bürgermeister sprach auch am Montag noch von einem "faulen Urteil", möchte aber nach eigener Aussage nicht "zwei Jahre warten, bis der Bundesgerichtshof vielleicht anders entscheidet", wie er sagte. 

Vielmehr möchte er unbeeinflusst von einem langen Rechtsstreit seiner Arbeit als Bürgermeister nachgehen.

Knapp sieben Monate nach der aufsehenerregenden Messerattacke auf Hollstein war der Angreifer vor gut einer Woche wegen gefährlicher Körperverletzung zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden

Der 56 Jahre alte Angeklagte hatte den CDU-Politiker Ende November in einem Döner-Imbiss leicht am Hals verletzt. Das Hagener Schwurgericht bewertete die Tat in seinem Urteil als eine Kurzschlussreaktion. Tötungsvorsatz vermochten die Richter ebenso wenig zu erkennen wie ein rechtsradikales oder fremdenfeindliches Motiv.

Der Angeklagte hatte den Messerangriff zwar gestanden, dabei aber immer beteuert, dass er dem Bürgermeister nur habe drohen wollen. Auslöser sei seine katastrophale finanzielle Situation gewesen. Auch von Fremdenfeindlichkeit könne keine Rede sein. 

Andreas Hollsteins Anwalt Martin Düerkop hatte in seinem Plädoyer bereits den Antrag der Staatsanwaltschaft zu einer Verurteilung von zweieinhalb Jahren Haft als viel zu milde kritisiert. "Es gibt keinen vernünftigen Umgang des Täters mit der Tat", betonte Düerkop.

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