Unwetter-Schäden immens - jetzt wird aufgeräumt

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Jens Dickehut von der Firma Krutmann: An der Baustelle Wacholderbrücke warf das Unwetter den Baufortschritt „mindestens um eine Woche zurück.“

ALTENA – Aufräumen bestimmte am Tag nach dem Wetterchaos von Donnerstag, 20. Juni, den Alltag von Bauhof, Feuerwehr und vielen Bürgern in Altena. Versicherungskaufmann Friedrich-Wilhelm Kraus erlebte einen der arbeitsintensivsten Tage seiner Berufs-Laufbahn.

Allein bis zum Mittag des Freitag, 21. Juni, wurden bei ihm mehr als 100 Schadensfälle zu Protokoll gegeben. Überschlagsmäßig wohl deutlich mehr als 200 000 Euro hat dabei das Unwetter an Schäden verursacht. Selbst im eigenen Versicherungsgebäude stand der Keller voller Wasser. Das, so Kraus, habe er auch zuvor noch nicht erlebt. Glück im Unglück für viele Burgstädter: Sie sind gut und richtig versichert, bei vielen greift eine zusätzlich abgeschlossene Elementar-Versicherung.

Rund eine Woche hat das etwa einstündige Gastspiel von Sturm, Regen und anschwellendem Rahmedebach von Donnerstagnachmittag aber den Baufortschritt an der Wacholderbrücke zurück geworfen.

Diese Einschätzung gab Bauführer Jens Dickehut von der Firma Ewald Krutmann aus Menden ab. So spülte der Bach, der innerhalb von 40 Minuten von 20 auf 120 Zentimeter anschwoll, „mehr als 20 Tonnen Schotter von der Südstraße weg“. Dort sollte das Schotterbett eine 10 Kv-Leitung vor den Bauarbeiten und dem Wasser schützen. Aber auch der Jochträger unter dem Traggerüst hat gelitten. „Alles verschlammt, das müssen wir von Hand wegräumen.“,

Jens Becker, stellvertretender Bauhof-Betriebsleiter, schickte Freitag, 21. Juni, seine Mannschaften schon ab 6 Uhr durch den Ort zum Großreinemachen. Ob in den Straßenzügen „Zum Hohle“ oder am Nettenscheid und entlang der Nettestraße (Westiger Straße): Überall lagen Äste oder waren Mengen von Splitt auf die Straßen gefallen beziehungsweise gespült worden. Auch die Feuerwehr an der Bachstraße war „gut beschäftigt“, alle Werkzeuge wieder auf die Fahrzeuge zu sortieren und das Gerät „neu zu schärfen“. Mehr als drei Dutzend Mal waren die Männer beim Unwetter ausgerückt.

Johannes Bonnekoh

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