Bauprojekt der Fritz-Berg-Stiftung verzögert sich

Jede Menge Schotter im Untergrund – das macht die Gründung des auf dieser Fläche geplanten Neubaus der Fritz-Berg-Stiftung nicht ganz einfach. Jetzt sind Bohrungen geplant.  Foto: Bender

Altena - Schon vor dem ersten Spatenstich ist der Zeitplan für das Neubauprojekt der Berg-Stiftung erheblich durcheinander geraten. Grund sind Probleme mit dem Baugrund.

Im September wurde mit großem Bahnhof der Startschuss für das Projekt gegeben – Dutzende geladene Gäste sahen zu, wie ein Abbruchbagger das Haus Bungernstraße 2 anknabberte. Als dessen Abbruch über die Bühne gegangen war, rückte ein Bohrgerät an, um den Baugrund zu untersuchen.

Jede Menge Schotter fanden die Fachleute dabei unter dem ehemaligen Overbeck-Parkplatz – eigentlich kein Wunder, handelt es sich im Grunde doch um das Flussbett der Lenne. Auf das seien Nachbargebäude wie zum Beispiel das Ärztehaus „mehr oder weniger schwimmend“ gestellt worden, erklärte Olaf Berg gestern das Problem. Er ist Vorsitzender des Kuratoriums der Berg-Stiftung. Ziel müsse es sein, den Neubau so zu gründen, dass an den Nachbargebäuden keine Schäden entstünden.

Diese Lösung ist jetzt gefunden: Die Planer entschieden sich für eine Pfahlgründung. Sie werden bis auf den gewachsenen Fels bohren und dann Betonpfeiler gießen, die die Last des Gebäudes tragen sollen. Bis zu 14 Meter tief müssen diese Löcher werden, weiß Berg. Das kostet erstens Zeit und zweitens Geld. Man sei mit dem Bauvorhaben drei bis vier Monate in Verzug, hieß es gestern seitens der Stiftung. Weitere Verzögerungen seien angesichts des nahenden Winters nicht ausgeschlossen. Den finanziellen Mehraufwand hoffe man „an anderer Stelle kompensieren zu können“, sagte Berg gestern.

Die Berg-Stiftung geht auf das Vermächtnis des 1979 gestorbenen Unternehmers Fritz Berg zurück. Er verfügte, dass sein Vermögen dazu dienen solle, Wohnraum für ältere Altenaer zu schaffen. In den 80-er-Jahren wurde deshalb das Fritz-Berg-Haus gebaut, dessen öffentlich geförderte Altenwohnungen sehr begehrt sind.

Für den Neubau verzichtet die Stiftung auf Zuschüsse. Damit kann sie zum einen großzügiger bauen (19 barrierearme Wohnungen mit bis zu 100 Quadratmetern Wohnfläche sind geplant), zum anderen kann jeder dort einziehen, weil die Wohnungen keiner Sozialbindung unterliegen. Neben den Wohnungen wird auch ein Ladenlokal mit einer Verkaufsfläche von rund 250 Quadratmetern in den Gebäudekomplex integriert, Von Thomas Bender

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