Stadtführung von Burg zu Burg entlang der alten Schlossstraße

Sigrid Hohmann geht nicht nur auf Altenas Burgen ein. Stadt- und Kirchengeschichte gehören zur Führung dazu.  Foto: Hornemann

ALTENA -  Die Führung „Von Burg zu Burg“ bietet Stadtgeschichte in komprimierter Form: Der kleine Spaziergang, der vom Friedrichstor über den Treppenweg zur Lutherkirche in die Innenstadt führt, bot am Samstag einer kleinen Teilnehmergruppe interessante Ansichten.

Die Grafen von der Mark, Gustav Selve, Fritz Thomée und die Heilige Katharina zählen zu den Protagonisten der kleinen Stadtführung, die Sigrid Hohmann in regelmäßigen Abständen im Stadtführerprogramm anbietet. Nach Landrat Thomée ist heute die Startpunktstraße mit dem Friedrichstor benannt, früher hieß sie gebührend Schlossstraße. Dort wartete immer ein Glöckner auf das Geläut der Lutherkirche und schlug das kleinere Glöckchen auf der Burg an, das wiederum dem Wachhaber im Netter Dömchen ein Zeichen war: „Netteraner, auf zum Gottesdienst!“

Jener Weg über die Burg, den die Bürger einst nahmen, ist noch heute ein Paradebeispiel für Altenaer Baukunst: Sowohl einfache Wohnhäuser wie prachtvolle Jugendstilvillen sind tief in den Hang hineingebaut, was sich beim Blick über das Weggeländer zeigt. Auch ein Drahtbaum auf Privatgrund liegt auf der Route, eine Rast im Sitzen wird in der Lutherkirche eingelegt, sofern die Küsterin Zeit hat.

Am Samstag hatte Angelika Kilsch für die Gruppe aufgeschlossen, so dass Sigrid Hohmann mit ihren Gästen einen Blick auf die katholischen Ursprünge der einst nach Katharina benannten Lutherkirche eingehen konnte. Die prachtvolle Innenausstattung - frisch saniert nach dem Brand - ist untypisch für protestantische Kirchen. Letzte Station der Führung ist die Burg Holtzbrinck, einst Sitz von Fritz Thomée, der sich auch für die Einrichtung des Museums Burg Altena verantwortlich zeigte und einst viel Geld dafür sammelte.

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