Das ESG-Berufskolleg plant einen Aktionstag

Täglich werden es mehr: Protestplakate an der Fassade des Berufskollegs. -  Foto: Bender

ALTENA -  Wenig bis gar nichts war von den Schülern des Eugen Schmalenbach-Berufskollegs zu hören, als der Kreistag im vergangenen Jahr die Schließung des Schulstandortes in Altena beschlossen hatte.

Mobil machen sie erst jetzt, nachdem die Bezirksregierung den Beschluss moniert hatte – wie berichtet, sind nach Ansicht der Schulaufsicht die Schulmitwirkungsorgane nicht in dem erforderlichen Maß einbezogen worden.

Das Veto aus Arnsberg gibt den Schülern wieder Hoffnung, seit gut einer Woche machen sie mit schulinternen Veranstaltungen, aber auch mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen auf ihre Bedenken gegen die Schulschließung aufmerksam. Fast täglich hängen neue, zum Teil geschosshohe Transparente an der zur Stadt gerichteten Fassade der Schule. „Weg mit der Euro-Lüge“, heißt es da zum Beispiel – die Schüler bezweifeln, dass die Schulschließung den Kreisetat tatsächlich nennenswert entlastet. „Bildung ist Zukunft“, „Rettet unsere Schule“, „Bildung statt Fahrerei“ lauten andere Sprüche. Letzteres ist für die aus dem ganzen Lennetal kommenden Schüler ein gravierendes Argument: Sollten sie nach Halver-Ostendorf umziehen müssen, dann bedeute das „um 5 Uhr zur Schule, um 21 Uhr zurück“, liest man auf einem weiteren Transparent.

Am Donnerstag allerdings machen sich alle Schülerinnen und Schüler, die den Standort Altena besuchen, ganz und gar freiwillig auf den Weg in die „Hauptstelle“ in Halver – der Standort in Altena ist bekanntlich nur eine Depandance des dortigen Berufskollegs. Sie wollen mit einem Aktionstag unter Beweis stellen, dass das dortige Schulgebäude gar nicht ausreicht, um zusätzlich noch 518 Schüler aus Altena aufzunehmen. Ab 8 Uhr werden die Schüler am Donnerstag in Ostendorf eintreffen, um 9 Uhr soll eine Vollversammlung aller Schüler der beiden Standorte beginnen. - ben.-

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