ARD-Mehrteiler

"Unsere wunderbaren Jahre": Das ist der Film zu Peter Pranges Roman

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Die Hauptdarstellerinnen (v.l.) Vanessa Loibl, Anna Maria Mühe und Elisa Schlott bei der Vor-Premiere in Hamburg.

Altena/Hamburg – Der Film ist fertig: Die ARD hat Einblicke in den Mehrteiler gewährt, den sie über Peter Pranges Roman "Unsere wunderbaren Jahre" gedreht hat. Auch der Ausstrahlungstermin steht nun fest.

Aufatmen nach den ersten Minuten des ersten Teiles: Die Burg Altena ist in ihrer vollen Pracht im ARD-Mehrteiler „Unsere wunderbaren Jahre“ zu sehen – obwohl der überwiegend im Sauerland spielende Film kaum an Originalschauplätzen gedreht werden konnte.

Umso spannender war es insbesondere für Buchautor Peter Prange zu sehen, wie sehr der jetzt fertige Film sich nun mit seinen Erinnerungen deckt. Prange, der selbst mit einer kleinen Rolle in der Romanverfilmung verewigt wurde, zeigt sich nach der Vorführung des ersten Teiles glücklich. 

Die erste Episode des Dreiteilers wurde in Hamburg in einer Pressekonferenz gezeigt. Bei dieser Vor-Premiere wurde kein roter, sondern ein blauer Teppich ausgerollt, auf dem sich einige der beteiligten Schauspieler zahlreichen Journalisten präsentierten. 

Stark besetzte Charaktere

Tatsächlich haben die Hauptdarsteller Anna Maria Mühe (Margot), Vanessa Loibl (Gundel) und Elisa Schlott (Ulla) sowie Hans-Jochen Wagner (Walter Böcker) eine etwas stärkere Präsenz in der Geschichte. Aber in der Handlung sind beinahe ein Dutzend Charaktere eingebunden, und alle Rollen sind hochkarätig besetzt. Überwiegend mit bekannten Gesichtern des deutschen Films, aber auch mit jungen Schauspielern. 

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Eine von ihnen ist Vanessa Loibl, deren Filmcharakter Gundel eigentlich in der Spur läuft, wie man es heute ausdrücken würde. Sie arbeitet im Rechnungswesen des elterlichen Betriebes, einer Altenaer Drahtzieherei mit bis dato 80-jähriger Historie, beweist aber schnell betriebswirtschaftliches Talent. 

Das wird zwar vom Vater positiv wahrgenommen, doch ihr Machtanspruch stößt auf Widerstand. Zu jener Zeit war es eher unorthodox, erstmal die sich entwickelnden Talente der Kinder abzuwarten und dann Weichen zu stellen. So war Schwester Ulla als Nachfolger für den patriarchisch agierenden Vater vorgesehen, doch die hat beruflich völlig andere Pläne. 

Spielort nicht entscheidend

Vanessa Loibl erzählt im Gespräch, wie dieser Part in der Geschichte sie beeindruckt hat. Die Kraft, mit der Gundel Hindernisse aus dem Weg räumt und ihre Vorstellungen verwirklicht. Auch wenn dies, weder geradlinig verläuft noch im ursprünglich erhofften Ergebnis gipfelt. 

Obgleich sich Altenaer Bürger mehr Lokalkolorit wünschen würden: Der Film packt die Zuschauer schon im ersten Teil, und der Spielort tritt bei der Handlung ohnehin in den Hintergrund. 

Trotz einiger autobiografischer Züge hat Peter Prange bewusst eine Geschichte geschrieben, die an vielen Orten in der damaligen Zeit hätte spielen können. Doch Altena ist eben seine Heimat. 

Mehrteiler im Nachkriegs-Deutschland

Als Interviewpartner sehr gefragt waren Regisseur Elmar Fischer und Produzent Benjamin Benedict. Beide haben sich bei der Realisierung des Dreiteilers offenbar sehr gut ergänzt. Elmar Fischers Filmographie mit zahlreichen Krimis in Spielfilmlänge beweist sein Gespür für Dramaturgie. 

Benedict hat als Produzent bereits bei den erfolgreichen Serien „Charité“ und „Ku’damm 56“ Erfahrungen mit Fernseh-Mehrteilern gesammelt, die im Deutschland unter dem Einfluss des Zweiten Weltkrieges spielten. 

Die Sendetermine

Als harmonisch und von großer Anerkennung geprägt war nach einhelligem Bekunden der Kontakt zwischen Peter Prange und den beiden Drehbuchautoren Florian Puchert und Robert Krause. Beide haben zwei Jahre lang das Drehbuch erarbeitet und sind mit viel Respekt an die Romanvorlage herangetreten. 

Gesendet wird das „deutsche Märchen“, wie der Autor seine Geschichte liebevoll einordnet, im März in der ARD: am Mittwoch, 18., Samstag, 21. und Mittwoch, 25. März., jeweils um 20.15 Uhr.

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