Umwelt schonen, Plastikmüll vermeiden

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Dr. Peter Liese im Gespräch mit Burggymnasiasten.

ALTENA - Um Plastik, dessen umweltgerechte Entsorgung und politische Aspekte rund um das Material ging es Dienstagvormittag bei der Veranstaltung „Schule trifft Politik, Politik trifft Schule“ mit dem Thema „Umwelt- und Abfallwirtschaft“ im Apollo-Kino.

Schüler der neunten Klasse des Burggymnasiums trafen sich dazu mit der CDU-Bundestagsabgeordneten Christel Voßbeck-Kayser, Parteifreund Dr. Peter Liese, Mitglied des Europäischen Parlaments, Michael Wieczorek, Geschäftsführer des Entsorgungsbetriebs Lobbe GmbH, sowie Bärbel Weist, ebenfalls von Lobbe. Als Gesprächsgrundlage diente der Film „Plastic Planet“ aus dem Jahr 2009, den die Schüler und Referenten zunächst gemeinsam anschauten. In dem Film von Regisseur Werner Boote werden in einer Reise um die Welt Fakten und Zusammenhänge rund um den Kunststoff dargestellt, aber auch Probleme, Risiken und Abhängigkeiten aus dem „Plastikzeitalter“ aufgedeckt.

Wie vielfältig das Thema ist, stellten die Schüler zusammen mit Lehrerin Siegrid Schönenberg auch in der anschließenden Gesprächsrunde fest. Michael Wieczorek erklärte seinen Zuhörern, die in den Kinosesseln saßen, wie sich der Umgang der Gesellschaft mit Plastik innerhalb der letzten Jahre verändert hat. Recycling, Müllsammelaktionen und Trennsysteme für Industrie und Haushalt seien in Deutschland längst etabliert, während andere Länder nicht so weit seien. Das ist ein Zustand, den auch Bärbel Weist kritisierte: „Wir produzieren und konsumieren global, haben aber keine Entsorgungsstandards. Nicht mal in der EU haben wir einheitliche Richtlinien.“

Dass für eine saubere Umwelt und die damit verbundene Gesundheit der Menschen gemeinschaftlich gekämpft werden muss, weiß auch Peter Liese. Das Festlegen Europäischer Richtlinien gehört in den Gremien, in denen der EU-Politiker mitarbeitet, zum täglich Brot. „Weltweit können wir nur etwas erreichen, wenn wir als Europäische Union auftreten“, ist er sich sicher. Moderiert von Voßbeck-Kayser wandten sich Schüler und Experten aber auch dem zu, was jeder einzelne zum Schutz der Umwelt beitragen kann. Wieczorek dazu: „Man sollte sein eigenes Verhalten hinterfragen. Was esse ich? Was trinke ich? Was benutze ich? Durch den eigenen Konsum hat man auch Einfluss darauf, was produziert wird.“

Ein weiterer Ansatz sei es, sich zu informieren, sich zu interessieren und die politischen Ansprechpartner auf erreichbarer lokaler Ebene immer wieder auf Missstände aufmerksam zu machen, gab Weist den Schülern mit auf den Weg.

Ein Bewusstsein für die Themen Entsorgung und umweltgerechtes Handeln war bei den Schülern bereits vorhanden. So stellten sie viele Fragen: Welche Alternativen gibt es zur Plastiktüte? Kann man Plastik nicht einfach durch biochemische Stoffe ersetzen? Was passiert eigentlich mit dem Müll, den man in die gelbe Tonne wirft? Wie oft kann Kunststoff recycelt werden und bestehen Fleecejacken wirklich aus Plastikmüll?

Nach der Veranstaltung, organisiert von CDU-Stadtverband und Junger Union, wollen sich die Schüler auch in Zukunft weiter mit dem Thema befassen. - Von Kristina Köller

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