Digitalfunk auch für Altenaer Feuerwehr

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Hauptbrandmeister Thomas Stuwe zeigt noch die mittlerweile veraltete analoge Technik. ▪

ALTENA ▪ Die Einrichtung von digitalem Funk für die Polizei in NRW ist eine lange Geschichte, die mit einer derzeit laufenden Erprobungsphase nun ihr Ende finden soll. Was nicht allseits bekannt ist: Auch die Feuerwehren sollen ab dem kommenden Jahr mit den neuen Geräten ausgestattet werden. Allein die Stadt Altena plant für die Neuanschaffungen dazu über drei Jahre jeweils 20 000 Euro im Haushalt ein.

„Zwischen Mitte und Ende nächsten Jahres soll der Probebetrieb beginnen“, erklärt Stadtbrandmeister Udo Winter. Für ihn ist das neue Netz ein Segen, denn bisher hat „der ganze Märkische Kreis quasi auf einer Frequenz gefunkt“. Auch Hauptbrandmeister Thomas Stuwe von der Altenaer Wache ist gespannt auf den neuen Digitalfunk. „Damit können wir im Einsatz eine Person gezielt ansprechen und schneller Gruppen bilden“, hofft Stuwe. Beim analogen Funk gab es schon mal ein „Mordsdurcheinander“.

Diese Zeiten sollen ab 2013 schrittweise vorbei sein. In einer Übergangsphase über drei Jahren sollen alle Altenaer Wehrfahrzeuge mit der neuen, praktikableren Technik ausgestattet werden. Federführend bei der Einführung soll demnächst eine Arbeitsgruppe des Märkischen Kreises sein. Sie wird technische Standards erarbeiten und dann Kaufempfehlungen für bestimmte Geräte herausgeben. „Da sind wir aber noch in der Anfangsphase“, so Eike Schmale von der Leitstelle in Lüdenscheid.

Die Vorteile des Digitalfunks liegen für Schmale klar auf der Hand. „Das ist einfach wesentlich sicherer und garantiert auch eine höhere Verfügbarkeit“, so der Oberbrandmeister, der damit auch auf diverse Funklöcher in den Tälern des Kreises verweist.

Warum es überhaupt bei einem eigenen Funknetz für Feuerwehr und Polizei in Zeiten des Mobilfunks bleibt, kann Schmale auch klar verdeutlichen: „Der Digitalfunk ist deutlich schneller. Das ist ja nur ein Tastendruck. Beim Handy müssten wir erst wählen und auch dieses Netz bricht mal zusammen.“

Für die Altenaer Wehrleute bedeutet die Einführung der neuen Technik zunächst einen vermehrten Besuch von Schulungen. So werden sich auch die Funkkennungen der einzelnen Fahrzeuge – bisher Florian Mark 6 – ändern. Die Neuen gilt es dann wieder auswendig zu lernen. ▪ David Schröder

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