Umspannwerk: Arbeiten voll im Zeitplan

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Mit den gelben Stangen gut geerdet: Die Arbeiten an den Hochspannungsleitungen erfolgen unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen.

Altena - Am Donnerstag wurde „Lenne 2“ umgeschaltet – so heißt eine der beiden 110.000 Volt-Leitungen, über die Altena und Teile Hemers mit Strom versorgt werden.

„Lenne 1“ und „Lenne 2“ enden im Ernervie-Umspannwerk im Kleff, das seit über einem Jahr runderneuert wird. „Wir liegen voll im Plan“, versichert Projektleiter Björn Rostek. Unterm Dach des fast 30 Meter hohen Gebäudes zwischen Kleff- und Hugo Borbeck-Straße ist die Schalttechnik für die 110 kV-Leitungen längst erneuert worden. 

Auch die neuen Mittelspannungsanlagen sind zwei Stockwerke tiefer schon installiert. Sie versorgen demnächst die über das gesamte Stadtgebiet verteilte Trafohäuschen mit Strom. 

Neue Technik unterm Dach: Diese gute mannshohen Geräte sind die Schalter für 110 000 Volt-Kabel.

Teilweise seien noch Straßenaufbrüche erforderlich, um die Anschlüsse an das 10.000 Volt-Netz herszustellen, berichtete am Donnerstag bei einem Ortstermin der Enervie-Pressesprecher Andreas Köster und bat die Anwohner der benachbarten Häuser um Verständnis für die Beeinträchtigungen, die die Baustelle immer wieder mit sich bringt. 

Zum Beispiel zwischen dem 21. und dem 23. Mai: Dann wird zwischen dem Umspannwerk und dem Kölschen Joe ein Halteverbot eingerichtet, weil wieder einmal ein Schwertransporter unterwegs ist. 

Diesmal geht es um einen nicht mehr benötigten Transformator. Er hat eine Leistung von 31,5 Megavoltampere und wiegt 63 Tonnen. Obwohl er schon im Jahr 1963 hergestellt wurde, ist er nach wie vor bestens in Schuss. Deshalb wird er als Reserve in das Enervie-Umspannwerk Hagen-Haspe gebracht. 

An den Sicherheitsvorschriften ändert sich nichts – dieses Schild kann also bleiben.

Die neue Technik braucht weniger Platz als die alte – es wird in dem großen Gebäude also demnächst noch mehr Leerstand geben. Früher gab es dort auch vier Werkswohnungen. Die stehen schon lange leer. Das gilt auch für Werkstatt und Büro des Bezirksdienstes, der einst für Reparaturen im Raum Altena zuständig war. 

Heute ist das Gebäude im Normalbetrieb menschenleer. Alle Anlagen werden von der Enervie-Leitwarte in Hagen-Garenfeld gesteuert. Nur zu Wartungszwecken oder bei Störungen kommen noch Enervie-Mitarbeiter in die Anlage. 

Etwa 4,2 Mio. Euro steckt Enervie in die Sanierung des Umspannwerkes. Sie soll Ende des Jahres abgeschlossen sein. 27 solcher Umspannwerke betreibt das Unternehmen als zentrale Schnittstellen zwischen dem 200 Kilometer langen Hochpannungsnetz und der Mittelspannungsebene, für die rund 7700 Kilometer Kabel benötigt werden. 

Der Netzbetreiber versorgt in 19 Städten und Gemeinden rund 280.000 Verbrauchsstellen.

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