Umfangreichere Arbeiten auf der Burg

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Das Kommandantenhaus ist eingerüstet. Das Gebäude markiert den Übergang vom unteren in den oberen Burghof und zählt von seiner Substanz her zu den ältesten Teilen der Burg.

Altena -  Wer ein altes Haus besitzt, der hat immer was zu tun. Und wer gar eine Burg sein eigen nennt, muss bereit sein, immer wieder ordentlich Geld in die Hand zu nehmen, damit die historische Substanz nicht vor die Hunde geht.

Von Thomas Keim

Das zeigt sich jetzt am Kommandantenhaus der Burg. Das Gebäude am Übergang vom unteren zum oberen Burghof ist eingerüstet. Teile des Dachstuhls müssen erneuert und neu gedeckt werden und die Fassade braucht ebenfalls eine Revitalisierung. „Sie zeigt Risse und es bröckelt“, berichtet Ilona Gruß, Architektin beim Gebäudemanagement des Märkischen Kreises. Sie hat die Bauleitung übernommen.

Das Dach sei ein spätes Oppfer des „Killer-Efeus“ geworden, dem man 2008 den Kampf angesagt hatte. Das eingedrungene Wurzelwerk hat Feuchtigkeit ins Gebäude getragen, das Holz des Dachstuhles ist teils morsch. Auch Holzwürmer haben sich eingestellt. „Einige Fußpunkte des Dachstuhls sind zerstört“, weiß Ilona Gruß.

Bei den jetzt angelaufenen Arbeiten sind natürlich sowohl die Untere als auch die obere Denkmalbehörde mit im Boot. Ilona Gruß: „Es muss sensibel gearbeitet werden, weil das Kommandantenhaus zu den ältesten Teilen der Burg gehört. So ist ein Sachverständiger eingeschaltet worden, der das passende Rezept für den zu verwendenden Mörtel ermitteln wird. Etliche Fugen sind ausgebrochen und müssen erneuert werden. Die Giebel auf Lenne- und Netteseite sind dagegen in Ordnung, sie waren schon 2008 an der Reihe, als die Außenmauern der alten Festungsanlage saniert wurden.

Für die Arbeiten sind Kosten von rund 200.000 Euro veranschlagt worden. Ende Oktober soll die Sanierung erledigt sein.

Zusätzlich haben bereits vor einiger Zeit umfangreiche Arbeiten unterhalb der Burg begonnen. Es handelt es sich um die ersten sichtbaren Ergebnisse der Wiederaufarbeitung der einst unter Leitung des Gartenarchitekten Maximilian Friedrich Weyhe geschaffenen Parkanlage an der Burg.

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