Umbau am Bahnhof: Neue Weichen für 2,4 Millionen Euro

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Der Bahnhof soll zweigleisig ausgebaut werden.

Altena – Den zweigleisigen Ausbau plant die Bahn in Altena. So sollen mehr Züge schneller fahren. Und erst dann darf sich der Bahnhof auch Bahnhof nennen.

Die Deutsche Bahn möchte in Altena Weichen stellen – und so dafür sorgen, dass die Ruhr-Sieg-Strecke besser ausgelastet werden kann. Das Projekt steht auf einer Liste von Maßnahmen, die das Verkehrsministerium und die DB Netz vorgestellt haben. 

Danach sollen rund 2,4 Millionen Euro in die Erweiterung des Bahnhofs Altena fließen, der bisher offiziell nur ein „Haltepunkt“ oder eine „Verkehrsstation“ ist. Um sich Bahnhof nennen zu dürfen, braucht es nach bahninterner Sprachregelung nämlich mindestens eine Weiche, erklärt Bahn-Sprecher Torsten Nehring. 

Doch bei einer Weiche soll es in Altena aber nicht bleiben: Vier Stück sind vorgesehen. Das macht die eingleisige Strecke dann zu einer zweigleisigen. „So kann zum Beispiel auch mal ein schnellerer Zug durchgelassen werden“, sagt der Bahn-Sprecher. 

Züge können dann wenden

Es ist schließlich das Ziel, den IC 34 von Frankfurt bis Norddeich durchs Lennetal fahren zu lassen. Durch mehr Weichen sollen in Altena flexiblere Fahrmöglichkeiten entstehen. Ein Ausweichen, Überholen und Vorbeifahren der Züge wäre dann am Bahnhof möglich. „Andere Züge auf der Strecke könnten kreuzen oder schneller folgen, die Leistung der Strecke und der Station würde deutlich erhöht“, sagt der Bahn-Sprecher. 

Zudem eröffnen die Weichen die Möglichkeit, einen Zug in Altena wenden zu lassen, falls ein Abschnitt der Strecke gesperrt sein sollte. Und zwar, in dem eine Lok vom einen Ende des Zuges über die zweite Weiche zum anderen Ende des Zuges gefahren wird. 

Zusätzliches Gelände werde man für den Einbau der Weichen nicht brauchen, heißt es bei der Bahn. Die Weichen sollen zwischen den beiden vorhandenen Fahrspuren eingebaut werden. Viel Platz außerhalb wäre auch nicht vorhanden. 

Schon 2010 hatte die Stadt eine 19 300 Quadratmeter große Fläche entlang der Gleise in Richtung Lenne aus Bahnbesitz erworben. Hier soll der Lennepark entstehen. Zum Jahreswechsel 2020/2021 kommt auch das Gelände des jetzigen Schrottplatzes dazu. 

Arbeiten bei laufendem Verkehr

Alle Arbeiten sollen „unter dem laufenden Rad“ ausgeführt werden, wie die Eisenbahner es nennen. Der Zugverkehr soll also in der Bauphase nicht oder nur minimal beeinträchtigt werden. Vereinzelt würden allerdings trotzdem Sperrungen notwendig, sagt der Bahnsprecher. 

Das Vorhaben werde allerdings noch Zeit brauchen, räumt er ein. Vor 2025 tue sich nichts. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass das Eisenbahn-Bundesamt als Behörde alle Vorhaben prüfen und genehmigen muss. 

Für die Strecke zwischen Hagen und Siegen ist eine neue Leit- und Sicherungstechnik (LST) geplant. Dazu soll auf dem Abschnitt zwischen Nachrodt und Altenhundem die Signaltechnik erneuert werden. Sie ermöglicht es dem Fahrdienstleiter in Hagen zu erkennen, ob ein Gleisabschnitt befahren wird oder Weichen und Signale zu stellen.

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