Kantorenstelle nicht gekürzt

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Die Kirchenmusik soll auch weiterhin einen hohen Stellenwert genießen. Deshalb revidierte das Presbyterium der evangelischen Gemeinde seinen Beschluss, die Stelle von Kantor Johannes Köstlich (rechts) zu kürzen.

Altena -  Die Kirchenmusik bleibt von den Sparmaßnahmen der Evangelischen Kirchengemeinde unberührt. Überraschend rückte das Presbyterium von der ursprünglich geplanten Kürzung der Kantorenstelle vonJohannes Köstlin ab.

Im vergangenen Jahr hatte das Presbyterium beschlossen, den Umfang der Stelle von 75 auf 50 Prozent zu kürzen. Begründet wurde das mit den rückläufigen Einnahmen der Gemeinde und den damit einhergehenden Sparzwängen.

Daran habe sich auch wenig geändert, sagte Pfarrer Dr. Dietmar Kehlbreier. Vor allem durch Wegzüge und Alterung sinkt die Zahl der Gemeindeglieder kontinuierlich und damit auch die Kirchensteuerzuweisung. Dass das Presbyterium jetzt trotzdem eine Kehrtwende machte, begründete er mit „konzeptionellen Überlegungen“. Dabei sei der hohe Stellenwert der Kirchenmusik herausgearbeitet worden. Außerdem werde „Im Kirchenkreis Iserlohn derzeit intensiv über die zukünftige Struktur der Kirchenmusik nachgedacht. Kehlbreier: „Da war es unbefriedigend, dass Überlegungen in Altena und Iserlohn nebeneinanderher liefen.“

Deshalb beschloss das Presbyterium am Donnerstag, zu einem Ideentag am Samstag, 15. November, einzuladen. Dort soll mit möglichst vielen Menschen in und außerhalb der Gemeinde über zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten der Kirchenmusik nachgedacht werden. „Auf diese Weise soll das umfangreiche Angebot an Chören, Veranstaltungen, Projekten und musikalische Begleitung der Gottesdienste und Amtshandlungen erhalten bleiben“, heißt es in einer Erklärung der Gemeinde.

„Wir haben von Anfang an die Gründung eines Fördervereins in Erwägung gezogen. Gerne wollen wir über Benefizveranstaltung und Fundraising nachdenken und Ideen sammeln“, erläutert der Vorsitzende des Presbyteriums, Pfarrer Dr. Dietmar Kehlbreier. „Aber wir mussten erst Klarheit über die Kantorenstelle gewinnen. Das dauerte leider recht lange.“

Durch die Gemeindespende im Advent 2013 war die Stelle von Johannes Köstlin mit 75 Prozent für das laufende Jahr noch gesichert worden, die Stellenkürzung sollte mit Beginn des Jahres 2014 erfolgen. Das fällt jetzt aus – auch wenn die Gemeinde noch nicht so richtig weiß, wie sie das finanzieren soll. Kehlbreier: „Wir gehen da voll ins Risiko“.

Am 15. November sollen zudem auch Anregungen für das Turmjubiläum – der Turm der Lutherkirche wurde im Jahr 1315 gebaut – und für eine weitere Öffnung der Kirche zusammengetragen werden: Seit der Aufzugseröffnung wird die Lutherkirche nämlich stärker von Touristen frequentiert, ist aber bisher am Wochenende in der Regel nicht geöffnet.

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