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Züge werden nicht umlackiert

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Von: Volker Heyn

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Ein Bild mit Seltenheitswert: Direkt vor dem Bahnhofsgebäude Werdohl hält ein Abellio, ein Intercity fährt gerade durch den Bahnhof und ein anderer City steht zum planmäßigen Halt.
Ein Bild mit Seltenheitswert: Direkt vor dem Bahnhofsgebäude Werdohl hält ein Abellio, ein Intercity fährt gerade durch den Bahnhof und ein anderer City steht zum planmäßigen Halt. © Müller

Gut ist es, wenn es so kommt: Der Übergang vom Abellio-Nahverkehr auf die DB Regio Ende Januar dürfte nach Einschätzung des Nahverkehrsverbandes Westfalen-Lippe ohne große Ruckler verlaufen.

Lennetal – Während andere Verbindungen in der Übergangsphase des insolventen Unternehmens Abellio auf andere Eisenbahnunternehmen ganz ausfallen oder stark ausgedünnt werden, soll auf der Strecke durch das Lennetal zwischen Hagen und Siegen so gut wie alles beim Alten bleiben.

Ein Halt an der Dechenhöhle

Wie bereits berichtet, wird bei den beiden vom Wechsel von Abellio auf DB Regio betroffenen Linien RE 16 und RB 91 nur der Abschnitt zwischen Letmathe und Iserlohn betroffen sein. Zwischen Letmathe, einem Stadtteil von Iserlohn, und dem Iserlohner Bahnhof gibt es ohnehin nur einen Halt an der Dechenhöhle. Diese insgesamt drei Stationen werden in der Übergangszeit vom 31. Januar bis Ende Februar nur mit Bussen, also durch sogenannten Schienenersatzverkehr bedient. Danach soll wieder eine Bahn fahren. Knut Germann, Pressesprecher des NWL: „Die Achse von Siegen durch das Lennetal Richtung Hagen ist wichtiger als der Abschnitt zwischen Letmathe und Hagen.“

Der Insolvenzverwalter von Abellio hatte bei den Ruhr-Sieg-Verbindungen immer von einer guten finanziellen Lage gesprochen und lange Zeit versucht, die offensichtlich einzige für Abellio lukrative Strecke zwischen Hagen und Siegen auch weiterhin befahren zu dürfen.

Abellio hält den Zugverkehr nur noch bis Ende Januar aufrecht.

Bekanntlich kam es anders, Abellio hält den Zugverkehr nur noch bis Ende Januar aufrecht. Die drei Eisenbahnverkehrsunternehmen DB Regio NRW, National Express und VIAS Rail werden ab 1. Februar die bisher von der Abellio in NRW und angrenzenden Räumen betriebenen Regionalverkehrslinien übernehmen. Auf der Ruhr-Sieg-Strecke fährt dann wieder die DB Regio, die die Strecke jahrzehntelang vor Abellio befahren hatte.

Züge werden nicht umlackiert

Das bisherige Abellio-Zugmaterial, also die Triebwagen und Personenzüge vom Typ Stadler Flirt, sollen ab Februar nahtlos zum selben Takt wie bisher zwischen Siegen und Hagen fahren. Die Züge werden nicht umlackiert, sondern es sollen lediglich die Abellio-Logos durch die DB-Symbole ausgetauscht und Fahrkartenautomaten umgerüstet werden. Insgesamt müssen 120 solcher Züge in NRW umfunktioniert werden. Das gilt auch für den Übergang der Instandhaltungsbetriebe in den beiden großen Bahnbetriebswerken Duisburg und Hagen, die mit der VIAS Rail einen neuen Betreiber haben.

Komplizierter ist der Übergang beim Personal. Bereits seit Beginn des neuen Jahres werden die über 1000 Abellio-Beschäftigten in die neuen Unternehmen eingeführt, eingearbeitet und, soweit notwendig, geschult. Konkret werden sie in die Systeme, mit denen ihr neuer Arbeitgeber fährt, eingewiesen und erhalten zudem ihre neuen Arbeitsmittel.

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