Tag der offenen Tür

Über die Brücke ins Bett: Finanzspritze fürs Naturfreundehaus

Über die Brücke ins Bett. Das könnte bald im Naturfreundehaus in Evingsen funktionieren.
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Über die Brücke ins Bett. Das könnte bald im Naturfreundehaus in Evingsen funktionieren.

Man kommt sich nicht in die Quere - und direkt von der Brücke ins Bett. Möglich wird das im Naturfreundhaus Evingsen mit einer Finanzspritze der EU. Die Naturfreunde laden zudem zum Tag der offenen Tür.

Altena – Die Naturfreunde in Evingsen können sich auf Fördergelder in Höhe von knapp 11 000 Euro freuen: Die „Lokale Aktionsgruppe“ der Leader-Region Lenneschiene beschloss während einer Sitzung in der Burg Holtzbrinck, mit diesem Betrag einen neuen Zugang zu den Schlafräumen im Obergeschoss des Hauses zu ermöglichen.

Das Haus soll aus seinem schon vier Jahre währenden Dornröschenschlaf geholt werden. Dazu sei nicht nur die Ortsgruppe der Naturfreunde wiedergegründet worden, sagte Friedrich-Wilhelm Klinke, als der der Aktionsgruppe das Vorhaben vorstellte. Da die Reaktivierung dem ganzen Dorf nutze, seien auch Feuerwehr, Heimatverein und die Schützen mit im Boot. Für sie sei das Haus wegen seines recht großen Aufenthaltsraumes mit angeschlossener Küche interessant.

Naturfreundehaus: Hoffnung auf 2000 Übernachtungen

Damit dort auch dann Veranstaltungen stattfinden könnten, wenn Übernachtungsgäste im Haus sind, müsse ein zweiter Zugang zu den Schlafräumen geschaffen werden. Dazu will der Verein eine Brücke von der Straße In der Husstadt zum Obergeschoss des Naturfreundehauses bauen. Das darüber liegende, bei Kinder- und Jugendgruppen sehr beliebte Matratzenlager soll über eine Leiter einen weiteren Zugang bekommen.

Klinke hofft, dass das Haus an vergangene Zeiten anknüpfen kann, als es dort jährlich über 2000 Übernachtungen gab. Dienlich wäre das auch für ein weiteres, bereits umgesetztes Leader-Projekt: Die Evingser Drahtrollenroute beginnt keine 200 Meter vom Naturfreundehaus entfernt. Einen Einblick ins Haus erhalten Interessierte am Sonntag, 29. August, ab 11 Uhr beim Tag der offenen Tür.

Geld fürs Bürgerhaus Bremcke

Auch nach Plettenberg fließen Leader-Mittel, und zwar in den Ortsteil Bremcke im oberen Tal der Else. Dort soll an der ehemaligen Schule eine Streuobstwiese angelegt werden. Das Gebäude wird seit 30 Jahren als Bürgerhaus genutzt, unter anderem proben dort mehrere Chöre.

Als vor zwei Jahren eine gründliche Renovierung des Gebäudes anstand, da habe das dem Gemeinsinn im Dorf gut getan, schilderte Jürgen Rath bei der Vorstellung dieses Projektes. „Man traf sich wieder.“ Gemeinsam pflanzen, pflegen, ernten und verwerten – so stellt Rath sich das Projekt vor: „Kern der Maßnahme ist das gemeinsame Tun.“ Geplant ist der Anbau alter und regionaltypischer Sorten.

Digitales Dorf wird gefördert

Das Naturschutzzentrum hat den Bremckern bereits Unterstützung zugesagt. Bei den Mitgliedern der Aktionsgruppe stieß das Projekt auf Gegenliebe, sie bewilligten den beantragten Zuschuss in Höhe von 3500 Euro.

Deutlich mehr Geld fließt nach Finnentrop. 22 750 Euro gibt es für die Teilnahme mehrerer Ortsteile an der Initiative Digitales Dorf, die eine Professionalisierung der Internetauftritte von Dörfern zum Ziel hat. 63 700 Euro bekommt der Sportverein Blau Weiß Hülschotten, der damit einen angepachteten Ascheplatz zu einem Mehrgenerationen-Sportpark umbauen möchte.

Leader: Regionalmanagerin geht

Nicht überzeugt war die Aktionsgruppe von einem Projekt des Rotary-Clubs Altena-Werdohl-Plettenberg, dem ein Entwicklungskonzept für die Lenneschiene vorschwebte und der dazu gerne die Wirtschaft ins Boot geholt hätte. „Sie soll sich dazu äußern, wie sie die Lenneschiene sieht und welche Erwartungen sie daran hat“, argumentierte der Werdohler Ingo Woeste bei der Präsentation – vergebens.

Insgesamt sind inzwischen 47 Leaderprojekte gefördert worden. Trotzdem ist noch etwas Geld im Topf. Deswegen werde es in diesem Jahr wohl noch einen weiteren Förderaufruf geben, sagte Regionalmanagerin Katharina Biermann nach der Sitzung. Sie selbst ist bei der nächsten Runde allerdings nicht mehr dabei: Sie wechselt zum 1. Oktober zur Stadt Herdecke, wo sie in der Abteilung für Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und Tourismus arbeiten wird. Ihre Nachfolge soll zeitnah geregelt werden

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