Turnhalle „Zum Hohle“: SPD stellt Stadtspitze Fragen

Noch vor Jahren aufwendig saniert: Die Turnhalle „Zum Hohle“

ALTENA - Irmgard Ibrom, SPD-Fraktionsvorsitzende im Rat, hatte sich gut vorbereitet. Auf zwei Seiten hatte sie zusammen gefasst, was ihr Bürger zum Verkauf der Turnhalle „Zum Hohle“ geschrieben und auf der „Offenen Fraktionssitzung“ in der Rahmede auch häufig nachgefragt hatten. Allein: Kaum hatte sie in der Ratssitzung vom 22. April das Wort und fragte nach, als der Bürgermeister sie ausbremste.

Er könne zu diesen, häufig in nicht öffentlicher Sitzung verhandelten und entschiedenen Fragen rund um die aufzugebende Sportstätte so nichts sagen. Die SPD sollte Ross und Reiter nennen, also ihre Informanten, und die Stadt würde mit denen in Kontakt treten. Denn: Als Ratsmitglieder dürften sie eben nicht alles preisgeben, was nichtöffentlich verhandelt sei. Natürlich werde die SPD „über alles in Kenntnis gesetzt, was die Stadt dazu sagt“ und sei deshalb auch irgendwie mit im Boot. Ibrom hakte an diesem Montag nicht weiter nach, fühlte sich aber „abgekanzelt“. Sie stellte zwar ihre Informationen der Verwaltung zur Verfügung. Unter dem Strich bleiben für sie und ihre SPD „viele Fragen offen“. Dazu gehören:

- Ist es rechtlich zulässig, dass die Turnhalle angeblich unter Buchwert verkauft wurde? Erst vor Jahren ist sie mit erheblichen finanziellen Aufwand teilweise saniert worden.

- In der Rahmede stehen diverse Lagerhallen leer und zum Verkauf. Greift die Stadt auf Grund von Dumpingpreisen negativ in den Markt ein?

- Warum ist nicht das angeblich vorgelegene Angebot eines Privatmannes verfolgt worden, der die Halle als Sportstätte weiter erhalten wollte?

- Wo werde die Freiwillige Feuerwehr eine neue Zukunft finden? Der Mietvertrag für das Gerätehaus ist zeitlich befristet.

- Wurde bereits eine Umnutzung der Turnhalle in eine Lagerhalle genehmigt und ist so etwas in einem Wohngebiet überhaupt vertretbar?

- Kennt die Stadt das vollständige Konzept des Käufers?

- Die Turnhalle der auslaufenden Hauptschule Rahmede ist in diesem Fall keine dauerhafte Alternative. Hätte nicht ein eigener Trägerverein „Zum Hohle“ weiter betreiben können?

Weitere Fragen an die Verwaltung kreisen um die mögliche Nutzung der künftigen Lagerhalle, den Straßenzustand und auch die Parkmöglichkeiten der unmittelbaren Anwohner. Da gibt es auch einige, die nach einer Umnutzung von Sportstätte in Gewerbegrundstück befürchten, Wertminderungen ihrer Immobilien hinnehmen zu müssen.

von Johannes Bonnekoh

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