Pegel steht bei 23 Metern

Fuelbecke: Regen täte der Talsperre jetzt gut

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Aktuell steht der Fuelbecke-Pegel bei nur 23 Meter – ungewöhnlich wenig zwar, aber noch lange kein Grund zur Sorge, wie Marc Bunse, der Geschäftsführer der Stadtwerke versichert.

Altena - 27 Meter tief ist die Fuelbecke, wenn das Wasser an der Staumauer bis oben steht. Aktuell ist der Pegel deutlich darunter.

Bei 24 Metern stand der Pegel im Oktober 2017, im Moment sind es sogar nur 23 Meter – ungewöhnlich wenig zwar, selbst für die Zeit nach dem Sommer, aber kein Grund zur Sorge. Marc Bunse, der Geschäftsführer der Stadtwerke: „Es besteht aktuell keine Knappheit. Die Trinkwassergewinnung ist quantitativ sowie qualitativ gewährleistet.“ Trotzdem: Regen täte der Talsperre jetzt gut.

So sieht das auch der Ruhrverband, der insgesamt acht Talsperren betreibt – darunter auch die Bigge, deren Abgabe dafür sorgt, dass in der Lenne wenigstens noch ein bisschen Wasser fließt. Die Bigge war gestern noch zu 53,5 Prozent gefüllt. Auch in den anderen sieben Talsperren des Ruhrverbandes stehen die Pegel Mitte Oktober deutlich niedriger als im Durchschnitt der vergangenen Jahre.

So ist die Hennetalsperre bei Meschede aktuell nur zu 40 Prozent gefüllt. Der Wasserstand in der Versetalsperre bei Lüdenscheid erreicht dagegen immerhin noch zwei Drittel (67,4 Prozent). Ganze 260 Liter Wasser pro Sekunde werden aktuell aus ihr abgegeben. Der Zulauf tendiert gegen Null. Die Unterschiede bei den Füllhöhen liegt an der eigentlichen Funktion der Talsperren und an ihrer Lage. Talsperren dienen vor allem dazu, die vergleichsweise kleine Ruhr ausreichend mit Wasser zu versorgen, immerhin sind 4,6 Millionen Menschen im Ruhrgebiet von ihr abhängig.

„Wenn es das Talsperrensystem nicht gäbe, wäre die Ruhr in diesem Jahr schon seit Juli komplett trocken“, sagt Ruhrverbands-Sprecherin Britta Balt. Um das zu verhindern, gibt es gesetzlich festgelegte Mindestwasserpegel, die nicht unterschritten werden dürfen. Die entscheidende Messstelle befindet sich an der Ruhr in Schwerte-Villigst. Um den Pegel dort konstant zu halten, muss Wasser vor allem aus den nördlicheren Talsperren wie Henne- und Möhnetalsperre abgelassen werden.

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