1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Altena

Altenas Bürgermeister Uwe Kober zeigt auf dem Wochenmarkt Gesprächsbereitschaft

Erstellt:

Von: Thomas Bender

Kommentare

i-Punkt Bürgermeister Uwe Kober  Weihnachtsmann
Weihnachtsmann Hoppe beschwerte sich beim Bürgermeister darüber, dass vor seiner Haustür viel zu schnell gefahren wird. © Bender, Thomas

Zwei Stunden auf dem Wochenmarkt, und das bei Temperaturen knapp über Null, Nieselregen und ohne Dach über den Kopf – so ein Bürgermeister hat’s nicht immer leicht. Uwe Kober trotzte aber auch an diesem Markttag dem schlechten Wetter, um am „i-Punkt Rathaus“ für Gespräche mit den Bürgern zur Verfügung zu stellen. Einmal im Monat tut er das. Die Resonanz sei gut, berichtet er.

Altena – Die Bürger kamen dann auch trotz des schlechten Wetters – zum Beispiel jene Frau, die darüber klagte, dass man in Altena nicht länger als anderthalb Stunden parken könne. Mehr gäben die Parkscheinautomaten nicht her. Das stimmt allerdings erstens nicht, zweitens gibt Kober in diesem Zusammenhang so ganz nebenbei noch eine für alle Autofahrer wichtige, bisher aber nicht öffentlich kommunizierte Information bekannt: Parkgebühren können ab dieser Woche auf Altenas Parkplätzen auch per Handy-App bezahlt werden.

Ein Thema, das immer wieder angesprochen wird, ist das Seniorencafé in der Burg Holtzbrinck

Uwe Kober

Es geht an diesem Tag auch um wucherndes Unkraut auf Gehwegen am Breitenhagen, um Raserei in Wohngebieten und vielerlei mehr. „Ein Thema, das immer wieder angesprochen wird, ist das Seniorencafé in der Burg Holtzbrinck“, sagt Kober und spricht damit ein Thema an, bei dem seine Verwaltung in der Vergangenheit ebenfalls nicht durch besonders große Transparenz auffiel.

Immer noch Probleme mit der Decke

Vor der Sanierung war die Bürgerburg an den Markttagen ein beliebter Treffpunkt: Vereine wechselten sich dort mit der Bewirtung nicht nur von Senioren ab, servierten Kaffee, Kuchen und derlei mehr. Damit ist seit sechs Jahren Schluss: Erst wurde saniert, dann kam Corona und jetzt stellt sich heraus, dass in Altenas für einen siebenstelligen Betrag sanierter guter Stube noch immer nicht alles so ist, wie es sein soll. Im einst Foyer und inzwischen Tenne genannten Erdgeschoss gibt es noch immer Probleme mit der Decke. Sie muss ein weiteres Mal erneuert werden – unter anderem gebe es Probleme mit der Akustik, erklärt der Bürgermeister. Sowas erfährt man auf dem Wochenmarkt, aber nicht im eigentlich zuständigen Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr.

Gebührensatz im Entwurf fertig

Unter dem Torbogen der Burg Holtzbrinck verrät Kober dann auch, dass eine Uralt-Forderung in Sachen Bürgerburg endlich vor ihrer Erfüllung steht: Als vor einem Jahrzehnt Benutzungsgebühren für die Sportstätten eingeführt wurden, wurde damit die Forderung verbunden, auch für die Nutzung der Burg Holtzbrinck Gebühren zu verlangen. Inzwischen sei der Satzungentwurf fertig und könne demnächst verabschiedet werden, erfahren Marktbesucher. Die Satzung ist vor allem auch deshalb erforderlich, weil bei dem Umbau auch ein Catering-Bereich geschaffen wurde, um die Durchführung auch größerer privater Feiern zu ermöglichen.

Auch interessant

Kommentare