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Studenten entwickeln Ideen für den Schwarzenstein

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Von: Thomas Bender

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Studentenwettbewerb
Studenten aus Siegen entwickelten 2021 schon einmal interessante Ideen für den Schwarzenstein. .jpg © Machelett, Lydia

„Die brennen für den Schwarzenstein“ – etwas doppeldeutig war angesichts der Ereignisse am Wochenende das, was Johannes Treibert von der Uni Siegen über etwa 20 Städtebau-Studenten sagte, die bei einem Studentenwettbewerb Ideen für Nachfolgenutzungen der Industriebrache entwickeln wollen. Es gebe überhaupt keinen Grund, von diesem Vorhaben abzurücken, bekräftigte Andreas Kiske in der Ratssitzung am Montag

Altena – Der städtische Abteilungsleiter für Bauen und Planen überraschte mit nackten Zahlen: Durch den Großbrand seien knapp 1000 Quadratmeter der Brache zerstört worden – da bedeute im Umkehrschluss, dass weit über 20 000 Quadratmeter nicht oder nur wenig betroffen waren. Unversehrt blieben zum Beispiel in der Vergangenheit für besonders wesentlich gehaltene Elemente wie die überdachte Brücke über die Lenne oder die eiserne Dachkonstruktion der ehemaligen Gießerei.

Die Brücke blieb unversehrt

Zurück zum Wettbewerb: Studenten der Fachrichtung Städtebau sahen sich vergangenes Jahr schon einmal drei Tage lang am Schwarzenstein um und präsentierten dann Ideen, die Helmar Roder als „großartig“ bezeichnete. Er sei sehr gespannt darauf, was dabei herauskomme, wenn sich die angehenden Stadtplaner im Rahmen ihrer Masterarbeiten über einen längeren Zeitraum hinweg mit dem Thema beschäftigen.

15 000 Euro von der Stadt

Konkret sieht das Projekt so aus, dass in der kommenden Woche das Sommersemester beginnt, in dem für mehrere Studenten die Masterarbeit und damit auch die Abschlussprüfung ansteht. Wer sich dabei für das Thema Schwarzenstein entscheidet, nimmt am 11. April an einer Einführungsveranstaltung teil und kommt vom 21. bis 23. April zu einem weiteren Workshop nach Altena. Im Juli sollen dann (ebenfalls in Altena) bei einer Zwischenpräsentation erste Ergebnisse präsentiert und diskutiert werden, im August sollen die Studenten ihre Arbeiten abgeben, dann ist auch eine Ausstellung vorgesehen. Im Spätherbst wird eine Jury die Entwürfe sichten und über die Vergabe der Preisgelder entscheiden. Reich werden können die Studenten mit ihren Masterarbeiten nicht: Gerade mal 2000 Euro beträgt das Preisgeld, zur Verfügung gestellt von der Stadt Altena. Insgesamt lässt die sich den Wettbewerb 15 000 Euro kosten.

Keine Wolkenkuckucksheime

Entscheidend ist, was am Ende rauskommt – „sicher nichts, was Sie sofort 1:1 umsetzen können“, bremste Uni-Mitarbeiter Treibert übertriebene Erwartungen. Wolkenkuckucksheime aber auch nicht: „Wir werden auf eine realitätsnahe Planung achten“. So werde den Studenten klar gemacht, dass sie beim Planen der Flächen direkt neben der Lenne sowohl auf den Gewässer- als auch auf den Hochwasserschutz zu achten hätten und dass auch Interessen der Anlieger berücksichtig werden müssten.

Großes Potenzial

Im Rat stieß der Wettbewerb auf allgemeines Wohlwollen. Grünen-Sprecherin Judith Köster erinnerte sich allerdings daran, dass die Stadt vor drei Jahren schon einmal Geld für Planungen ausgeben hat. Dabei sei aber nicht viel herumgekommen, sagte Kisker: „Der Schwarzenstein gibt deutlich mehr her“.

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