Tierisches Vergnügen: Elefanten und Giraffen in der Turnhalle  

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Musikalische Elefanten.

Altena –Giraffen, Affen und Elefanten sorgten in der Turnhalle für richtig Stimmung. Sie zeigten Rhythmusgefühl.

„Tambo, Tambo!“ schallt es laut aus mehr als 220 Kinderkehlen. „Tambo, Tambo!“ ist der Schlachtruf der Schulgemeinschaft der Grundschule im Mühlendorf, die eine Woche im Rahmen eines Workshops eine Abenteuerreise ins afrikanische Trommelzauberdorf Tamborena unternahmen. 

Vor Eltern, Großeltern und Geschwisterkindern zeigten die Jungen und Mädchen aller vier Jahrgänge in der Sporthalle am Pragpaul, was ihnen Musiker Amadou Kuyateh beigebracht hat: Mit Lust und Laune die Trommel zu schlagen und zu singen. 

Tag für Tag hatte der 35-Jährige, der aus einer traditionellen Griot-Familie in Gambia stammt, die Kinder im Trommelspiel angeleitet. Dabei erzählte er auch viel über seinen Stamm, die Griots, und die Lebensweise zuhause. Mitglieder seines Stammes seien in Westafrika gern gesehene Gäste bei Festen, denn sie hätten immer interessante Geschichten und tolle Musik im Gepäck. 

Und die hatte der Musiker auch nach Altena mitgebracht, denn das Projekt war in eine bunte Fantasiegeschichte eingewoben. Tag für Tag starteten die Kinder mit dem Zauberflugzeug ins Trommelzauberdorf Tamborena und stellten sich Fragen wie: Können Trommeln sprechen? Kann man mit Tieren tanzen? Wie klingen Freundschaftstrommeln? 

Musiker Amadou Kuyateh mit den Grundschülern beim Trommeln.

Dazu wurde Kopfschmuck und Deko gebastelt. Jede Stufe stellte beim Abschlusskonzert ihre eigene Reise vor und präsentierte ihr eigenes Abenteuer, das in Tamborena in ein großes Trommelfest mündete. 

„Mein Anliegen war, den Kindern ein einzigartiges und unvergessliches Gemeinschaftserlebnis zu vermitteln, das die Köpfe frei und die Herzen froh macht“, sagte Kuyateh. Schulen wie die Einrichtung im Mühlendorf stünden heute vor zum Teil ganz neuen Herausforderungen. Dazu gehörten die Integration von zugewanderten Kindern, die Inklusion und die Digitalisierung.

„Das gesamte Trommelzauber–Team und ich möchten die Lehrer und Eltern mit unseren Angeboten bei ihrer Arbeit unterstützen. Denn mit Trommelzauber lernen die Kinder ein Gemeinschaftsgefühl, das soziale und kulturelle Grenzen überwindet.“

 Rektor Wolfgang Wilbers hatte mit Unterstützung des Fördervereins und der Eltern den Auftritt der Trommler ermöglich. Auch für ihn war das Workshop-Projekt „eine ganz neue und schöne Erfahrung".

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