Gute Geschäfte trotz Wetterkapriolen

Familie Soennecken machte gute Geschäfte mit frisch gesammelten Pilzen. Foto: Hornemann

Altena -  Ralf Fäsing hat in der Nacht schon die besten Geschäfte gemacht: „Da kommen die Leute, die gezielt Trödel suchen und sammeln und mit diesen Kunden muss man auch gar nicht viel verhandeln“, erklärt der Stammhändler der ersten Stunde beim Flohmarkt am 3. Oktober. Er macht schon seit 1989 mit - wie gestern auch bei Wind und Wetter.

Eine stabile Klarsichtfolie war sowohl nachts- als auch tagsüber von Vorteil, wenn die Wolken sich zeitweilig nicht mit den Trödlern erbarmen wollten und dicke Tropfen auf die Waren abwarfen. Die Innenstadt war trotzdem voll: Schon vormittags wurden zahlreiche volle Taschen durch die Stadt getragen, insbesondere guterhaltene Kinderklamotten, Spielzeug, Fahr- und Tragevorrichtungen fanden rasch dankbare Abnehmer.

Junge Familien können sich immer perfekt für kleines Geld ausstatten am 3. Oktober und kleine Kinder gratis ihr Taschengeld aufbessern. Die Jüngsten trödelten gestern auf Decken wieder ohne Standgebühr, während die „Großen“ dem Stadtmarketingverein fünf Euro für den laufenden Meter Warentisch in die Hand drückten.

Für viele Händler lief es gut: „Wir haben schon nachgelegt“, freute sich Familie Klimpel über zahlreiche gute Stücke, die den Besitzer bereits gewechselt hatten. Auch Ehepaar Storch wurde Dachbodenschätze los. „Wir hatten Glück, dass wir unsere Kisten schon nachts in einem Ladenlokal unterstellen konnten“, erklärte Klaus Storch.

Annette Soennecken pries weiter unten in der Innenstadt einen ganz untypischen Trödelartikel an: frisch gesammelte Pilze. „Die gehen richtig gut weg“, freute sich sie sich - und die Kundschaft über eine schmackhafte Mahlzeit ohne Sammelmühe.

Lücken gab’s in der Innenstadt nur vereinzelt, auffällig war die Leere am Markaner, wo sonst bis zur Spitze der Bachstraße hinein Tisch an Tisch stand. Jens Vedder hatte seinen Stand deshalb an die Lennestraßentische aufgeschlossen. „Ist super gelaufen“, berichtete der Altenaer, der gegen Mittag kaum noch Ware auf dem Tisch liegen hatte.

Durchweg trocken trödelten die Händler im Stapelcenter und im Foyer des Fritz-Berg-Hauses. Diese Plätze waren natürlich besonders begehrt und schnell besetzt.

Auch die Gastronomie konnte Geschäfte machen: Bratwürstchen, Frikadellen, Hauptgerichte und Waffeln wurden angeboten und die Innenstadtbesucher genossen es, dass die Küche kalt bleiben konnte. Schnell mal eben nach Hause abseilen, war in Anbetracht der Parkplatzknappheit schwierig: Zwischen Langem Kamp und Selvekreisel war jede mögliche Lücke genutzt und manch weiten Fußweg mussten die Besucher hinnehmen, um auf die Meile zu gelangen.

Lange Gesichter sah man aber gestern kaum: Die Mehrheit von Schnäppchenjägern und Anbietern zeigte sich durchaus zufrieden über gute Angebote und mehr Platz in den Kellern und Dachböden.

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