Fans russischer Geländewagen treffen sich in Altena

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Blickfang war ein blau-weiß gefleckter, stark modifizierter Lada. Tiefer gelegte Fahrzeuge oder solche mit dicken Bassboxen waren bei dem Treffen nicht zu sehen.

Altena - Einen Lada Niva fährt man aus Überzeugung. Denn wer einmal in so einem Auto gesessen hat, hat puren Fahrspaß erlebt. Ohne besondere Technik oder luxuriösen Komfort. Dieser Überzeugung sind zumindest die Mitglieder der Lada-Niva-Interessengemeinschaft NRW.

Immer mehr der russischen Autos rollten in Richtung Großendrescheid. Der Altenaer Kay Wisgalle hatte für Samstag ein großes Stammtischtreffen organisiert. Aus ganz NRW reisten die Interessierten am Samstag an. „Es gibt die Lada-Fahrer, die gerne auch mal schrauben. Es gibt aber auch die, die einfach alles so lassen, wie es ist“, sagte Wisgalle. Wer aber schraubt, der tunt nicht etwa, sondern sorgt für eine bessere Fahrleistung im Gelände. Dafür ist der russische Geländewagen schließlich gebaut worden.

„Tiefer gelegte Fahrzeuge mit dicken Bassboxen werden Sie hier nicht finden“, erklärte der Organisator. Dennoch gab es für die Lada-Fans ein besonderes Auto. Nämlich einen blau-weiß gefleckten Lada. Dieser wurde stark modifiziert. „Er hat eine andere Hinterachsführung. Dadurch ist das Fahrwerk höhergelegt. Die Leistung im Gelände ist deutlich besser“, sagte Wisgalle.

Neuer Lada seit zwei Wochen auf dem Markt

Mit dabei war auch das Autohaus Servatius mit einem neuen Lada Vesta. Seit gerade einmal zwei Wochen ist der neue Lada auf dem Markt.

Der neue Lada Vesta war für viele der Fans schon nicht mehr puristisch genug.

Doch für die echten Lada-Fans war das Auto schon gar nicht mehr puristisch genug. „Das Besondere am Lada Niva ist, dass er zum einen ein besonders günstiger Neuwagen ist. Und er ist heute noch genauso wie vor 40 Jahren. Technisch auf das Wesentliche reduziert“, erklärte der Organisator.

Seit 1976 wird der Lada in Russland gebaut. Seit den 90er-Jahren wurde er kaum verändert. Seither ist nichts mehr passiert. „Es gibt keine Airbags, keine Zentralverriegelung oder irgendwelche Lampen, die aufleuchten, wenn man müde ist. Das ist Autofahren pur. Man entscheidet noch selbst“, schwärmt Wisgalle. Natürlich lasse sich mittlerweile auch bei Lada alles aufrüsten. Aber ein echter Fan verzichte darauf. Denn nur so sei ein Lada Niva ein echter „russischer Bauern-Ferrari“, wie Wisgalla scherzhaft erklärte.

Fahrer lassen sich nicht in Schublade stecken

Der Lada-Fahrer an sich lässt sich nicht in eine Schublade stecken. Es gibt die Schrauber, die Gutverdiener, die ein Auto für die Jagd brauchen, die Abenteurer und die Puristischen.

Das nächste große Treffen findet Pfingsten in Stadt Oldendorf statt. Dann wird aber nicht gemütlich gegessen und geklönt, sondern das fahrerische Geschick auf einer Offroad-Strecke überprüft.

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